Azzedine Alaïa • Alaïa EdP

Im Juli erschien der erste Duft aus dem Hause Azzedine Alaïa. Inspirieren ließ sich der tunesische Designer von seiner Mode und den Frauen, die diese tragen, wie etwa Naomi Campbell, Greta Garbo, Lady Gaga und Michéle Obama. Jede einzelne von ihnen verkörpert auf ihre Weise Azzedine Alaïas Version der ultimativen Weiblichkeit: zeitlos, anbetungswürdig, erhaben, skulpturenhaft und stimulierend.
Die Parfümeurin hinter dem Duft ist Marie Salamagne, die bereits zahlreiche Düfte für Jo Malone kreierte und unter anderem mit YSL (Black Opium!), Armani, Sensai, Kenzo und Guerlain arbeitete.

Über den Designer


Zugegeben, Azzedine Alaïa sagte mir zunächst nichts. Dabei ist er in der Branche schon lange kein Unbekannter mehr. Allerdings hält sich der “kleine Prinz”, wie er auf Grund seiner Körpergröße von nur 1,58 m genannt wird, eher im Hintergrund und verzichtet auf große Kampagnen und Lizenzabkommen.

Neben “der kleine Prinz” hat er noch einige weitere Spitznamen, die den charakteristischen Stil seiner Mode beschreiben. Wie etwa “der König des Stretch”, da seine Kompositionen aus Lycra, Latex, Jersy, Stretch und (Lack-)Leder häufig hauteng sitzen. Er gilt als der “Erfinder der wandelnden Skulpturen”. Mit eingearbeitetn Push-up-BHs und formenden Bodys formte er die Körper der Trägerinnen wie ein “Stoffbildhauer”.
Weitere prägende Details sind unter anderem Metallelemente wie Reißverschlüsse, Nieten und Schnallen und die Farbe Schwarz. Seit den ’90ern ist seine Mode jedoch als etwas gemäßigter und zeitloser.
Da er all seine Erstentwürfe noch selbst fertigt und direkt am Model drapiert gilt er in der Presse als “letzter großer Couturier”.
Drei mal sollte er bereits zum Ritter der französischen Ehrenlegion ernannt werden, was er jedoch stets ablehnte.

Nach dem Abschluss seines Studiums 1957 ging Azzedine Alaïa nach Frankreich und arbeitet dort zunächst für Christian Dior, Guy Laroche und Thierry Mugler. Nebenbei arbeitet er außerdem als Babysitter, Haushälter und Hausschneider für Familien der Pariser Oberschicht ehe er in den ’60ern sein erstes kleines Atelier bezog. 1979 gründete er schließlich sein Unternehmen Azzedine Alaïa, welches er 2000 an Prada verkaufte. 2007 kaufte er es schließlich zurück. Seit 2011 ist Alaïa korrespondierendes Mitglied des Pariser Modeverbandes Chambre Syndicale de la Haute Couture, wodurch er seine Kreationen nun endlich auch offiziell Haute Couture nennen durfte.
Inzwischen gibt es seine Mode in zwei Boutiquen in Paris und weltweit bei über 300 Einzelnhändlern.

Kopfnote • rosa Pfeffer, Luft-Akkord
Herznote • Freesie, Pfingstrose
Basisnote • Moschus, animalische Noten

Der schwere, dunkle Flakon soll an Meteoriten und polierte Kiesel erinnern. Das Muster ist angelehnt an das Lochmuster, welches die Lederkorsagen von Azzedine Alaïa in den ’80ern zierte und welches seitdem das Markenzeichen des Designers ist. Als Hommage an die Handwerkskunst wirkt der Deckel wie eine Spule mit goldenem Nähgarn. Ob beabsichtigt oder nicht, ich meine durchaus auch arabische Einflüsse zu erkennen die auf die Wurzeln des Designers hindeuten.

Der Duft startet frisch und intensiv. auch eine leicht pfeffrige Note spielt mit herein. Bald mischen sich jedoch die blumigen Nuancen hinzu. Der Duft wirkt vielschichtig und ist nicht leicht zu beschreiben. Eine gewisse Wärme lässt sich erahnen, die würzige Frische dominiert jedoch. Es ist ein interessantes Zusammenspiel aus femininen und maskulinen, warmen und kühlen Eindrücken.
Zur Basis hin mischt sich cremiger Moschus hinzu, eine gewisse herbe Frische bleibt jedoch.

Der Duft vereint Gegensätze miteinander, was ihn zu einem besonderen und polarisierenden Duft macht. Ich kann ihm keine spezielle Jahreszeit zuordnen, allein schon deshalb, weil er in keine Schublade passt. Mir persönlich gefällt er sehr gut. 

Weitere Artikel findet ihr bei Diana, Talasia, Friederike, Marina und Sara.


Typ: frisch, herb Preis: ab 57 €
Intensität: mittel – schwerInhalt: 30 ml, 50 ml, 100 ml
Haltbarkeit: sehr gut Verfügbarkeit: Standardsortiment

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3 Kommentare

  1. 4. August 2015 / 0:15

    Ach die Pfeffer! Ich liebe deine Photos. Was fuer eine schöne Idee!

  2. 4. August 2015 / 23:06

    Der Designer sagt mir gar nichts. Ich bin da aber auch nicht so drinnen im Modezirkus. Die Mode der erwähnten Frauen gefällt mir nun aber sehr gut. Und der Duft macht mich auch neugierig. Hört sich ja alles andere als alltäglich an. Ich werde mal Ausschau halten.

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