Meine aktuelle Pflegeroutine

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Ende Juli / Anfang August habe ich meine Gesichtspflege komplett umgestellt. Ausschlaggebend dafür war vor allem Neugierde. Es ist keinesfalls so, dass ich mit meiner bisherigen Pflege unzufrieden war aber ich wollte doch einfach mal sehen, ob es tatsächlich einen so großen Unterschied macht wenn man auf potenziell austrocknende und irritierende Stoffe wie Tenside und Alkohol in der Pflege verzichtet. Leider habe ich von Inhaltsstoffen wenig Ahnung, dafür aber einige Bloggerinnen wie Agata, Frau Kirschvogel und Viktoria um so mehr. Nach dem ich mich also durch ihre Beiträge zum Thema Pflege gewühlt und die ein oder andere Frage via Twitter gestellt hatte, durften die nachfolgenden Produkte ihren Platz in meinem Badezimmer und in meiner täglichen Routine einnehmen.

Vorweg noch ein paar Worte zu meinem Hautzustand zur Zeit der Umstellung:
Normalerweise ist meine Haut normal bis trocken, im Sommer hatte ich aber immer mal wieder schneller nachfettende und dadurch glänzende Haut an der Stirn und dafür trockenere Haut an den Schläfen. Kleinere Unreinheiten traten selten und für gewöhnlich hormonell bedingt auf. Meist waren sie unkompliziert so lange ich die Finger davon ließ.


Für die tägliche Reinigung habe ich mich für Reinigungsöl entschieden. Alternativ dazu gibt es auch eine Reinigungscreme von Clinique, mir persönlich gefallen Öle aber besser. Da ich mich nicht für ein Öl entscheiden konnte, habe ich kurzerhand zwei Öle gekauft. Ich dachte mir, dass ich sie ja so oder so beide verbrauchen würde und würde ich eines tatsächlich nicht vertragen, könnte man es ja immer noch umtauschen. Meine Wahl fiel auf Clean Energy von Origins und Cleanse Off Oil / Tranquill von MAC

Beide Öle sind für normale bis trockene Haut geeignet. Die Anwendung ist denkbar einfach: Man gibt etwas Öl auf die trockenen Hände und verreibt das Öl sanft im trockenen Gesicht. Anschließend wird das Öl einfach mit Wasser abgewaschen. Da es bei Kontakt mit Wasser emulgiert, ist das Abwaschen kein Problem.
Beide Öle reinigen meine Haut gründlich. Nur selten bleiben ein paar schwarze Flecken um die Augen zurück, die sich dann aber leicht mit der Mizellenlösung von Bioderma abnehmen lassen. Auch vertrage ich beide Öle ausgezeichnet. Die Anwendungsart sagt mir ebenfalls sehr zu, auch wenn ich zu Anfang oft aus reiner Gewohnheit zuerst mein Gesicht nass gemacht habe und es dann erst wieder abtrocknen musste. Aber wie gesagt, das ist reine Gewöhnung. Toll finde ich, dass ich das Öl auftragen und dann in Ruhe unter die Dusche oder in die Badewanne steigen kann. Sonst passiert es mir nämlich oft, dass ich mein Reinigungsprodukt in der Dusche vergesse und es dann abends erst einmal suche. So bleibt es jetzt schön an seinem angestammten Platz.

Aber welches der beiden Öle finde ich nun besser? Ich glaube, man sieht es schon am Verbrauch: Das Öl von MAC ist mein Favorit. Dies hat vor allem einen Grund: Das Öl von Origins hat keinen Pumpspender. Den kann man zwar nachkaufen (ca. 3,50 €) oder man nimmt einen passenden von einem anderen Produkt aber ich fand keinen der passte und das Original von Origins fand ich nicht im Onlineshop. Ohne Pumpspender muss man die Flasche ständig auf und zu drehen und durch die große Öffnung erwischt man fast immer mehr Öl als man braucht.
Dazu kommt ein recht starker, krautig-erdiger Duft. Eigentlich gefällt er mir sehr gut, allerdings habe ich irgendwie nicht immer Lust darauf. Da spricht mich der dezentere Duft des MAC Öls dann doch eher an. Zumal dieser Duft von ätherischen Ölen herrührt, die ja ebenfalls eine reizende Wirkung haben können. Ein weiterer Pluspunkt für MAC: Das Öl kann für Back2MAC benutzt werden.

Die Mizellenlösung von Bioderma benutze ich vor allem am Schminktisch für kleinere Korrekturen. Manchmal nehme ich es aber auch zum Abschminken, auch wenn das wegen dem guten Reinigungsöl eigentlich nur noch selten vorkommt. Es ist sanft zur Haut und trocknet sie nicht unnötig aus.


Morgens nutze ich die Clinique Superdefense SPF 20 Typ 1+2. Sie ist für normale, trockene und Mischhaut gedacht und soll die Haut über den Tag hinweg von UV-Strahlen und schädlichen Umwelteinflüssen schützen und die Feuchtigkeitsbarriere der Haut stärken. Sie ist frei von Parfum, was für die Haut natürlich gut ist. Leider riecht sie dadurch aber auch nicht ganz so gut wie beispielsweise meine Chanel Creme. Da muss man dann eben Prioritäten setzen. 
Ich vertrage die Creme gut und in Verbindung mit der anschließenden BB Creme oder Foundation reicht mit die Feuchtigkeitsversorgung auch aus. Trage ich sie allein, nehme ich jedoch gern ein bisschen mehr. Dadurch komme ich mit ihr nicht ganz so lange hin wie mit manch anderen Cremes, der Verbrauch liegt aber noch im Rahmen. 

Das Rosehip Oil von pai benutze ich abends anstelle einer Nachtcreme. Meine Haut nimmt es gut an, ist gut mit Feuchtigkeit versorgt und am nächsten Morgen wunderbar weich. Allerdings sollte man es bei heller Bettwäsche nicht unbedingt direkt vor dem zu Bett gehen auftragen. Mein Kopfkissen ist davon leider ein bisschen fleckig und gelblich geworden.
Das Hagebuttenöl ist für jeden Hauttyp geeignet und verfügt über einen hohen Gehalt an Transretinoid-Säure, die der Haut Provitamin A liefert, ohne sie zu irritieren. Durch CO2-Extraktion wird eine höhere Wirkstoffkonzentration erreicht als bei einem normalen, kalt gepressten Öl. 

Ein wenig Kopfzerbrechen macht mir aktuell das Sébium Sérum von Bioderma. Es handelt sich dabei um ein chemisches Peeling, was eigentlich für Mischhaut mit Mitessern und Unreinheiten oder auch Haut mit Spätakne als Kur gedacht ist. Es soll den Teint glätten und Aknenarben reduzieren. Das klingt ja eigentlich nicht nach einem Produkt für meinen Hauttyp. Enthalten sind aber 15 % Glycolsäure, was es zu einem AHA Peeling macht. Laut Agata sollen AHA Peelings auch für trockene Haut geeignet sein, da sie die Haut nicht austrocknen.
Ich habe es, wie Frau Kirschvogel, jeden zweiten Abend anstelle des pai Öls benutzt. Leider ist aber jede Haut anders und offenbar kommt meine Haut mit diesem Produkt nicht gut zurecht. In den ersten Tage bekam ich kleine Unreinheiten auf den Wangen. Da ich schon einmal gehört hatte, dass die Haut bei der Erstanwendung eines chemischen Peelings so reagieren kann, dachte ich mir noch nichts dabei. Als die Pickelchen weg waren, sahen meine Wangen super aus, dafür ging es nun auf der Stirn los. Als die Unreinheiten nach einer Weile auch dort verschwunden waren, begann es am Kinn. Gott sei Dank waren es immer Unreinheiten, die sich gut in den Griff und auch gut abdecken ließen. Erstverschlechterung hin oder her, nach fast zwei Monaten sollte das Thema doch wohl durch sein!
Am Wochenende habe ich mich via Twitter noch ein wenig mit den eingangs genannten Damen darüber unterhalten und bin schließlich zu dem Schluss gekommen, dass ich das Peeling wohl nicht vertrage. Vielleicht ist es mit 15 % auch einfach zu hoch dosiert. Seit Sonntag benutze ich es nicht mehr und es sind seit dem keine neuen Unreinheiten aufgetreten und die alten heilen gut ab. Ich überlege nun aber, ob ich es vielleicht noch einmal mit TriAcnéal von Avéne versuchen soll, dass nur 6% Glycolsäure enthält.


Unterm Strich bin ich mit den Produkten sehr zufrieden, abgesehen vom Peeling. Lässt man die wahrscheinlich vom Peeling verursachten Unreinheiten mal beiseite fällt mir vor allem auf, das meine Haut nun eher normal als normal bis trocken ist. Sie sieht frisch aus und ist wunderbar weich. Ich war schon vorher meist zufrieden mit meiner Haut, deshalb ist der Unterschied nicht riesengroß, aber er ist da. Trotzdem wird es mir wahrscheinlich schwer fallen, auf Dauer komplett auf alkohol- und tensidfreie Pflege zu verzichten, dafür gibt es einfach immer wieder zu viel spannende Produkte, die mich neugierig machen.


Die Produkte von Origins, MAC und Clinique bekommt ihr zum Beispiel bei »Douglas, pai findet ihr bei Ecce Verde und Bioderma gibt es in diversen Apotheken und Online-Apotheken.





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15 Kommentare

  1. 23. September 2014 / 10:47

    Das MAC Öl klingt durchaus interessant. Ich nutze momentan das Balea Reinigungs Öl-Fluid, welches aber meine Foundation leider nicht immer zu 100% entfernt. Andererseits hat es bislang nicht zu einer Verschlechterung des Hautbildes gesorgt.

    Ich suche auch noch ein für mich geeignetes chemisches Peeling. TriAcneal hat auf meine Hautbild keine auffallende Wirkung – ich reagiere außerdem komischerweise manchmal darauf. Die BHA Lotion von Paula's Choice scheint auch irgendwie nicht so meins zu sein. Schwierig , das Richtige zu finden;)

    Liebe Grüße
    Isabel

    • 24. September 2014 / 5:51

      In ihrem Bericht über chemische Peelings schrieb Agata, dass es durchaus auf den hauttyp ankommt, welchen Peeling am besten für eine Person geeignet ist. BHA funktioniert bei mir auch nicht so richtig. Aber neben AHA und BHA gibt es ja noch andere, soweit ich weiß. Manchmal bleibt einem eben nichts anderes übrig als auszuprobieren. Vielleicht war das AHA bei dem TriAcneal für dich ja auch zu schwach dosiert?

      Liebe Grüße! 🙂

  2. 23. September 2014 / 11:24

    Ein toller Bericht! Hautpflege ist auch für mich sehr wichtig, weil ich irgendwann mal meine Mischhaut unter Kontrolle kriegen möchte. Ich probiere noch sehr viel aus, habe daher auch noch nicht das richtige Produkt gefunden.
    Das Öl von MAC könnte für mich auch sehr interessant sein. Ich werde mir mal überlege, ob ich es nicht bald kaufen werde.

    • 24. September 2014 / 5:48

      Also ich finde es wirklich gut und werde es auch nachkaufen! Kannst ja mal berichten wie du damit zurecht kommst 🙂

  3. 23. September 2014 / 12:35

    Ich bin im Moment totaaal im Hautpflege-Rausch. Ich saß die letzten Tage und Nächte fast ununterbrochen am Laptop und habe Inhaltsstoffe durchsucht. Ich will nämlich versuchen, möglichst auf nicht komedogene Pflege umzustellen um meine Nase ein bisschen reiner zu bekommen. So eine richtige Routine hatte ich bisher noch nicht, umso gespannter bin ich, ob ich damit gut klar komme. Eigentlich habe ich gute Haut, auch wenn ich kaum "pflege" – jetzt muss ich mal schauen, ob ich nicht "überpflege"… 😀 Werde darüber auch bald mal einen Blogpost schreiben.

    Liebe Grüße,
    Caro

    • 24. September 2014 / 5:47

      Also das Prinzip bei guter Pflege ist ja immer das selbe, egal welchen Hauttyp man hat: Am besten auf irritierende Stoffe verzichten, das hilft der Haut am ehesten, sich zu normalisieren. Ich drück dir die Daumen, dass es klappt! 🙂

  4. 23. September 2014 / 14:56

    Ich bin auch letztens fast komplett auf Origins umgestiegen weil ich davon so viel Gutes gehört habe. So komplett ohne Duftstoffe/Tenside etc. könnte ich glaube ich nicht auskommen, schaue aber jetzt erstmal wie sich meine Haut mit der neuen Pflege verändert. Das MAC Öl hört sich gut an, ich bin ja faul und schminke mir das ganze Gesicht mit AMU Entferner ab (danach natürlich noch ein Waschgel) 😀

    • 24. September 2014 / 5:45

      Das Öl nimmt das Make up komplett mit runter und dadurch kannst du dir den Make up Entferner sparen. Ich nutze meine Mizellenlösung nur selten nach dem Öl wenn wirklich mal eine Mascara hartnäckiger war. Es ist ja auch so, dass jeder zusätzliche Reinigungsschritt die Haut zusätzlich irritiert. Und in klassischem Waschgel sind oft auch austrocknende Tenside. Also besser nur ein (mildes) Produkt nehmen, das alles kann 😉

  5. 23. September 2014 / 16:04

    Schade, dass das Peeling dir nichts bringt…für mich klingt es aber echt spannend 🙂
    Vielleicht hilft es ja gegen kleinere UNreinheiten und eher fettige Haut besser (dafür ist es ja auch gemacht oder?).

    Das MAC Öl schaut schon edel aus, toll , dass es so gut funktioniert. Mir sind solche Öle leider sogar schon für die Reinigung zu reichhaltig :/

    • 24. September 2014 / 5:42

      Natürlich ist jede Haut anders aber prinzipiell sind diese Öle nicht zum Pflegen und werden komplett abgewaschen. Es ist nicht wie bei einer Reinigungsmilch bei de ein Film auf der Haut zurück bleibt.
      Ja, das Peeling ist offiziell eigentlich für so eine Haut gedacht. Ansonsten schau mal bei den verlinkten Bloggern vorbei, besonders bei Agata findest du sicher auch etwas zu dem Thema. Ich bin auch nicht sicher, ob bei die nicht BHA besser wäre als AHA.

  6. 23. September 2014 / 19:08

    Bin vor ein paar Wochen auf deinen Blog gestoßen. Gefällt mir unglaublich gut 🙂
    Benutzt du dann gar keinen Toner/Gesichtswasser sondern cremst dich direkt ein nach dem Waschen?

    • 24. September 2014 / 5:40

      Vielen Dank, das freut mich zu hören!
      Nein, ein Gesichtswasser oder ähnliches nutze ich schon lange nicht mehr, da ist ja meist Alkohol drin und das bekommt meiner Haut nicht gut 😉 Zumal mir ehrlich gesagt der Sinn nicht ganz klar ist. Wie Agata letztens schon zu mir sagte, es reicht eigentlich ein Reinigungsprodukt das gründlich reinigt, man braucht nicht zig verschiedene. Und der "porenverfeinernde Effekt" der meisten Toner ist eh nur kurzzeitig. Die Poren ziehen sich durch den Alkohol zusammen, werden dann aber auch schnell wieder normal. Dafür reizt Alkohol die Haut und trocknet sie aus. Muss also nicht sein 😉

  7. Anonym
    24. September 2014 / 7:54

    Nimmst du das Pai Öl alleine?Ich gebe da immer noch eine Nachtpflege drüber.Werde es auch mal alleine ausprobieren.Lg Addi

    • 24. September 2014 / 7:56

      Ja, also mir reicht es so. Probiers einfach mal, ich bin sehr zufrieden damit 🙂

  8. 29. September 2014 / 8:57

    Als Reiniger verwende ich den Paula's Choice Cleanser und für starke AMUs den Emma Hardie Cleansing Balm =) Das Pai Oil nehme ich auch abends. Aber ich lege sowieso meistens ein Handtuch auf mein Kopfkissen – deshalb hab ich nichts von Flecken gemerkt. Damit es schneller einzieht sprühe ich davor Serozinc von La Roche Posay auf meine Haut, das klappt wunderbar =)

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