Von der Couch ins Fitnessstudio
Meine Sport-Geschichte

Unbezahlte Werbung (Markennennung) »Info |

Wenn es um Sport geht, hat jeder so seine Präferenzen. Manche lieben es, zu laufen, Rad zu fahren oder zu schwimmen, andere stemmen Gewichte, wieder andere mögen Kurse oder nutzen Fitness-Videos und manch einer hält sich mit Fechten oder Surfen fit. Und dann gibt es eben noch diejenigen, die Sport einfach ganz bleiben lassen. Bis 2016 war ich überzeugter Nicht-Sportler. Kein Wunder, habe ich doch in der Schulzeit beinahe ausschließlich negative Erfahrungen damit gemacht. Stichwort: Mobbing. Und Sport ist anstrengend. Wieso sollte man sich das freiwillig antun, wenn es doch auch ohne geht. Als ich dann aber anfing Kalorien zu zählen und mich mehr und mehr mit den Themen Ernährung und Gesundheit zu beschäftigen, sah ich widerwillig ein, dass Sport sinnvoll ist. Er kann das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem stärken, beim Abnehmen helfen, diversen Krankheiten vorbeugen und sorgt zudem für ein besseres Körpergefühl und gute Laune (Ja, tatsächlich!).

 

 

 

Sport zu Hause

2016 stand ich noch ganz am Anfang meiner Abnahme. Ich hatte ein mieses Selbstbewusstsein, fand mich hässlich und traute mir in Hinblick auf Sport auch nicht viel zu. Die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio kam für mich damals absolut nicht infrage. Zumal mich die oftmals langen Vertragslaufzeiten abgeschreckt haben. Wer zahlt schon gern ein Jahr lang Beiträge, wenn man nicht einmal sicher ist, ob man es überhaupt einen Monat aushält.

 

Die erste Zeit quälte ich mich deshalb auf einem Heimtrainer. Schnell stellte ich aber fest, dass ich damit nicht glücklich werde. Eine Alternative musste her. So landete ich bei den Fitness-DVDs von Jillian Michaels. “Shred für Einsteiger” war meine erste DVD, mit der ich monatelang trainiert habe. Eigentlich handelt es sich hierbei um ein Programm, welches man einen Monat lang täglich machen soll. Mein Plan war jedoch, nur jeden zweiten Tag zu trainieren. Aber oft kam etwas dazwischen. Termine, Krankheiten, Hitze – es gab immer wieder Gründe Ausreden für längere Pausen. Trotzdem machte mir das Programm Spaß und wenn ich es mal geschafft habe, mein Programm ein oder zwei Wochen ohne Unterbrechen durchzuziehen, fühlte ich mich wirklich gut. Nach und nach besorgte ich mir weitere DVDs und irgendwann – ganz stolz – auch schwerer Hanteln.

 

 

 

 

Trotzdem setzte ich mir Anfang 2017 in den Kopf, es mal mit Joggen zu versuchen. Begonnen habe ich mit schnellem Gehen dreimal die Woche. Ich marschierte einfach eine halbe Stunde lang schnell durch die Nachbarschaft. Nach drei Tagen schnellem Gehen fing ich mit Intervallen an. Für mich waren zu Beginn 20 Minuten lang abwechseln zwei Minuten schnell Gehen und eine Minute Joggen optimal. Nach einiger Zeit steigerte ich mich auf eineinhalb Minuten Joggen und eineinhalb Minuten Gehen. Nennenswert darüber hinaus kam ich aber nie. Auch hier lag es daran, dass ich immer wieder Gründe fand, nicht so regelmäßig laufen zu gehen, wie es nötig gewesen wäre. Und wenn man über eine so miese Kondition verfügt, wie ich damals, und immer wieder einige Wochen Pause macht, fängt man quasi immer wieder bei Null an.

 

Im Februar und Oktober 2018 und im Januar 2019 kamen mir dann noch meine Wiederherstellungsoperationen dazwischen, aufgrund derer ich ständig monatelang kein Sport machen durfte. Ich legte das Thema Sport deshalb zunächst einmal auf Eis.

 

 


Danke für das tolle Foto, Viktoria!

 

Sport im Fitnessstudio

Nachdem ich einige Wochen nach meiner Operation im Januar 2019 wieder Sport machen durfte, nutzte ich, neugierig geworden durch eine gute Bekannte, ein spezielles Angebot, bei dem man das hiesige Fitnessstudio 3 Monate lang besonders günstig testen konnte. Und was soll ich sagen – ich habe den Vertrag inzwischen um ein Jahr verlängert. Es gefällt mir unheimlich gut dort! Aber von Anfang an:

 

Bei meinem ersten Termin traf ich mich dort mit einem der Trainer und wir gingen meine Vorgeschichte (Gesundheit, Abnehmen, OPs) durch und erstellten gemeinsam einen Trainingsplan. Hierbei standen zunächst Geräte im Fokus. Nach einer kleinen Aufwärmphase auf dem Crosstrainer folgten diverse Geräte für den Rücken, die Schultern, die Beine, den Po, die Arme und den Bauch. Auf jedem Gerät machte ich 3 Sätze à 15 – 20 Wiederholungen. Sobald ich merkte, dass mir die 20 Wiederholungen leicht fielen, packte ich noch etwas Gewicht obendrauf.

 

 


Danke für das tolle Foto, Viktoria!

 

So trainierte ich, bis ich mit dem Personal Training mit Mirith anfing. Drei Wochen lang hat sie mich einmal pro Woche bei meinem Training begleitet und mir viele spannende Übungen gezeigt. Kettlebells, Seilzug und das eigene Körpergewicht kamen hier überwiegend zum Einsatz. Dadurch, dass hier nicht mit geführten Gewichten gearbeitet wird, muss der ganze Körper mitarbeiten. Die Übungen sind anstrengender, so aber auch effektiver. Ich fing also an, die Übungen, die Mirith mir zeigte, mit denen vom ursprünglichen Trainingsplan zu mischen. Auch mache ich inzwischen nur noch 3 Sätze à 12 – 15 Wiederholungen, dafür aber mit mehr Gewicht. Hier gilt nach wie vor: wenn die 15 Wiederholungen leicht fallen wird das Gewicht erhöht.

 

Die Kurse habe ich mir ebenfalls mal angesehen. Pilates, Bauch-Beine-Po und Body Fit konnten mich aber nicht überzeugen, und ich wollte eigentlich einen Vertrag wählen, in dem Kurse nicht mit inbegriffen sind. Kurz, bevor ich mich für einen Vertrag entscheiden musste, gab es jedoch eine Kurs-Spezial-Woche im Fitnessstudio. Ich habe einige Kurse ausprobiert und bin bei Pound und Power Aerobic hängen geblieben. Ganz besonders Pound macht mir unheimlich Spaß und ich bin froh, mich doch für den Vertrag mit Kursen entschieden zu haben. Aber auch bei Pilates war ich inzwischen wieder ein paar mal, denn den Kurs gibt neuerdings Mirith und nun gefällt er mir viel besser. Es ist erstaunlich, was es für einen Unterschied macht, welcher Trainer den Kurs gibt. Thai Body Mix möchte ich mir nun unbedingt noch ansehen und hin und wieder gibt es einmalige Kurse außer der Reihe, die ich mir nicht entgehen lasse, wie etwa Deep Work oder Arsch Intensiv.

 

 


Danke für das tolle Foto, Viktoria!

 

Home Gym vs. Fitnesstudio

Seit ich im März angefangen habe bin ich 3 bis 5 mal die Woche im Fitnessstudio und mische dabei Geräte, Kettlebells und Kurse nach Lust und Laune. Diesmal gibt es keine Ausreden und die brauche ich auch nicht, denn ich bin gern dort. Zu Hause trainiere ich nur noch selten. Müsste ich mich jetzt zwischen Home Gym und Fitnessstudio entscheiden, fiele meine Wahl definitiv auf letzteres. Ich fühle mich dort gut aufgehoben und unterstützt und habe den Eindruck, dass ich mich dort sehr viel schneller steigere, als beim Joggen oder mit Fitness-DVDs. Auch gefällt mir die große Auswahl an Kursen und Geräten und ich habe dort inzwischen so viele nette und inspirierende Menschen kennengelernt. Und das, obwohl ich eigentlich nicht der Typ bin, der schnell mit anderen ins Gespräch kommt.

 

Aber auch das Training zu Hause hat durchaus seine Daseinsberechtigung. Am Anfang habe ich mich einfach noch nicht bereit gefühlt, ins Fitnessstudio zu gehen. Ob berechtigt oder unberechtigt sei mal dahingestellt. Ich habe einfach ein bisschen gebraucht, um aus meiner Komfortzone herauszukommen. Und wenn man nicht, wie ich, ständig Ausreden findet, um nichts zu tun, kann man auch zu Hause einiges erreichen. Für viele Übungen braucht es keine oder nur kleine Hilfsmittel und wer den Platz hat, kann sich natürlich auch größere Geräte und Gewichte zulegen.

 

Egal wo man Sport macht, wichtig finde ich, dass man sich immer wieder über kleine Erfolge freuen kann. Sich steigern, die ersten Muskeln sehen, gesundheitliche Verbesserungen spüren oder auch einfach das positive Körpergefühl durch Sport motivieren ungemein und ich möchte dies nicht mehr missen.

 

 

Wo und wie betreibt ihr am liebsten Sport?

 

 

Melanies Unterschrift6
Teilen:

1 Kommentar

  1. Andrea
    15. Juli 2019 / 16:57

    Liebe Melanie, Deine sportliche Entwicklung bis heute war sehr interessant zu lesen. Ich glaube, gerade wenn man sehr übergewichtig ist, kommt Sport meistens nicht in Frage, weil man sich unbeweglich fühlt und leider ja auch meistens ist, so dass die Motivation dann meist gar nicht erst da ist, etwas zu tun. Wenn dann das Gewicht kontinuierlich schwindet, kommt auch meist die Lust auf Bewegung und wenn man dann nicht den richtigen Sport für sich findet, hat man meist auch dann keine Lust und das Thema Sport wird genauso schnell wieder abgehakt. Scheinbar waren der Sport zu Hause und dann auch das Walken/Joggen für Dich einfach nicht das Richtige, denn wenn man immer Ausreden sucht, liegt dieser Verdacht sehr nahe. Ich selbst hatte Glück, dass ich immer gleich den Sport für mich gefunden habe, der mir auch liegt und den ich nie als Belastung oder als notwendiges Übel gesehen habe. Früher war das Tennis als Leistungssport und heutzutage ist es etwas Krafttraining und Cardio und ich mache das wirklich am liebsten zu Hause. Ich mag keine Studios und habe auch nichts in unmittelbarer Nähe, was mir zusagen würde. Es freut mich, dass Du sportlich nun angekommen bist und Deine Ziele verfolgen kannst, viel Spaß weiterhin bei allem! Liebe Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere