Gelesen im November & Mini-Film-Kritik
Die Fowl-Zwillinge und der geheimnisvolle Jäger

artemis Fowl und die Fowl-Zwillinge

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Die Bücher rund um Artemis Fowl gehören zu meinen liebsten Buchserien neben den Geschichten um Harry Potter, Betsy Tailor und David Hunter. Zwischen 2001 und 2013 erschienen 8 Romane rund um den zu Beginn der Geschichte gerade einmal 12-jährigen Meisterverbrecher und die Welt des Erdvolks. Ich habe die Bücher verschlungen und noch heute höre ich die Hörbücher immer mal wieder abends zum Einschlafen. Ich war damals sehr traurig, dass die Serie nicht weitergeführt wurde. Um so mehr habe ich mich gefreut, als 2018/2019 sowohl ein Film zu der Buchreihe als auch ein weiterer Roman angekündigt wurden. Leider haben mich beide jedoch nicht überzeugen können…

 

Artemis Fowl: Buch vs. Film

Der 12-jährige Artemis Fowl entstammt einer langen Linie irischer Verbrecher. Als sein Vater, Artemis Fowl Senior, verschwindet und seine Mutter sich voller Trauer immer mehr zurückzieht, sieht er es als seine Aufgabe, sich selbst um die Suche nach seinem Vater zu kümmern. Hierzu braucht er Geld. Am besten Form von Gold. Schließlich lautet das Familienmotto “aurum potestas est” – Gold ist Macht. Und wer ist in Irland dafür bekannt, jede Menge Gold zu besitzen? Elfen und Kobolde. Artemis ist hochintelligent, besitzt jedoch auch noch die nötige Fantasie um an Elfen zu glauben. Sein Plan: eine Elfe zu entführen um Gold vom Erdvolk für ihre Freilassung zu erpressen. Dabei erhält er Unterstützung von Butler, seinem Leibwächter. Gemeinsam entführen sie ausgerechnet Holly Short, den ersten weiblichen Officer der Aufklärungseinheit der ZUP, der Zentralen Untergrundpolizei.

Dies ist der Auftakt zu jeder Menge Abenteuer voller Magie. Zeitreisen, kleptomanische Zwerge, hinterlistige Wichtel und Feuer spuckende Kobolde – und ein Junge, der lernt, was Freundschaft bedeutet.

 

So zumindest in der Buchvorlage. Der Film bekam ausgesprochen schlechte Kritiken und auch, wenn mir bewusste ist, dass ein Buch meistens besser ist als die Verfilmung, war ich schon sehr enttäuscht. Zuvor hatte ich bereits gelesen, dass ausgerechnet die Hauptperson sich sehr von der Buchvorlage unterscheiden würde. Und leider kann ich das nur bestätigen.

 

 

 

                       

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Der Buch-Charakter Artemis Fowl hat mich gleich zu Beginn in seinen Bann gezogen. Gefühlskalt, genial, vorausschauend und skrupellos – er ist definitiv kein typischer 12-Jähriger. Ich weiß nicht, ob mich die Geschichte ebenso fasziniert hätte, wenn es ein Erwachsener mit diesen Eigenschaften gewesen wäre. Gerade dieser Kontrast ist es, den ich spannend finde. Und genau das ist mein Hauptproblem mit dem Film. Im Film ist Artemis zwar nicht unintelligent, dennoch hat er offensichtlich Ängste, zeigt Gefühle und Schwäche und wirkt stellenweise sehr kindlich und unbeholfen. Keine Spur vom coolen Antagonisten, wie ich ihn aus den Büchern kenne. Leider ist aber gerade Artemis’ Charakter das, was die Bücher erst richtig interessant macht. Dreht man einen James Bond oder Sherlock Holmes Film, nimmt man doch auch nicht irgendeinen Durchschnitts-Typen, der mehr oder weniger planlos so durch die Geschichte stolpert. Es wäre dann einfach kein James Bond oder Sherlock Holmes mehr.

 

Aber auch die Rolle von Butler, der nicht nur Artemis’ Leibwächter ist, sondern hier und da auch als Artemis’ moralischem Kompass fungiert, oder die nicht zu unterschätzende Rolle des Zwergs Mulch Diggums hätten im Film gern noch etwas mehr ausgearbeitet werden können. Ansonsten würfelt der Film Teile verschiedener Bücher zusammen und erzählt eine weichgespülte Disneyversion der Originalgeschichte. Ich kann mich »dieser Filmkritik nur anschließen. Dennoch möchte ich euch die Bücher ans Herz legen und hoffe, dass diejenigen, die den Film gesehen haben und nicht mochten, den Büchern dennoch eine Chance geben. Sie haben es verdient. Übrigens findet ihr sie auch als Hörbücher bei Spotify.

 

 

                       

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Die Fowl-Zwilling und der geheimnisvolle Jäger von Eoin Colfer

Sieben Jahre nach dem Ende der Artemis Fowl Reihe erschien 2019 ein Ableger rund um die jüngeren Brüder von Artemis. Myles und Beckett spielten in den vorangegangenen Büchern zwar nur eine Nebenrolle, werden nun jedoch die Helden des Artemis Fowl Ablegers des irischen Autors Eoin Colfer.

 

 

“Myles und Beckett Fowl sind Zwillinge, aber grundverschieden. Beckett ist blond, chaotisch, und er hasst es, Kleidung am Körper zu haben. Myles’ Erscheinungsbild ist makellos, sein IQ liegt bei 170, und er druckt sich jeden Tag einen frischen Anzug mit seinem 3D-Printer aus – genau wie sein älterer Bruder Artemis Fowl. Während die beiden eines Abends alleine zuhause sind und vom elektronischen Sicherheitssystem Nanni bewacht werden, taucht ein Troll auf. Dieser ist auf der Flucht vor einem ruchlosen Adligen und einer mysteriösen Nonne, die das magische Wesen beide für ihre eigenen Zwecke benötigen… Hellauf begeistert über die Abwechslung stürzen sich die Zwillinge auf ihr neues lebendiges Spielzeug.”
(Klappentext)

 

Myles, ein überhebliches Genie, und Beckett, ein naiver Naturbursche, sind allein am Strand nahe ihres Zuhauses als sie plötzlich wie aus dem Nichts beschossen werden. Das elektronische Sicherheitssystem Nanni reagiert sofort und bugsiert die Zwei kurzerhand mit Hilfe zweier Drohnen in einen geschützten Raum des Anwesens. Endlich, denken die beiden, die Langeweile hat ein Ende. Und damit sollen sie Recht behalten. Gleich darauf steht eine Nonne vor der Tür. Aber es ist nicht irgendeine Nonne, sondern eine Verhörspezialistin, die einige Fragen an die beiden Jungen hat. Zugleich macht sich der Mann, der sie beschossen hat, auf die Suche nach Myles und Beckett, denn sie haben etwas, was er unbedingt will.

 

Während ich die Artemis Fowl Bücher nie als Jugendbücher empfunden habe, obwohl sie es offiziell sind, würde ich dieses Buch definitiv in diese Kategorie einordnen. Der Schreibstil ist anders, ich kann gar nicht genau sagen, was mich daran stört, und die Geschehnisse empfinde ich als sehr weit hergeholt. Ja, auch in den Artemis Fowl Büchern ging es um Magie und abenteuerliche Gegebenheiten. Im Buch um die Fowl Zwillinge nimmt es teilweise jedoch beinahe lächerliche Formen an. Die Bösewichte kann ich kaum ernst nehmen und die beiden Jungen gingen mir stellenweise wirklich auf die Nerven. Zudem ist die ohnehin kurze Geschichte angefüllt mit für die Story irrelevanten Ausführungen, die die Geschichte künstlich in die Länge ziehen. Schade, denn ich hatte definitiv mehr erwartet. Da bleibe ich dann doch lieber bei den Büchern rund um den großen Bruder von Myles und Beckett.

 

 

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1 Kommentar

  1. Annette
    20. Dezember 2020 / 23:44

    Ich hab die Artemis Bücher auch gefressen. Die sind sooo gut!

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