Gelesen & Gehört im April
Es war einmal in Italien, In seinen Händen, Die App & Vertrau dir (nicht)

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Auch in diesem Monat stelle ich euch wieder sowohl Bücher als auch Hörbücher vor. Am liebsten mag ich nach wie vor Krimis und Thriller, aber diesmal hat sich auch ein anderes Buch auf meine Leseliste geschlichen. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht einmal, um was für ein Genre es sich dabei genau handelt. Von “historischer Roman” über “Action & Abenteuer” bis hin zu “Fiktion” habe ich alle möglichen Angaben gefunden. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen, es einzuordnen. Empfohlen hat es mir meine Mutter und ich muss gestehen, hätte sie es mir nicht proaktiv in die Hand gedrückt, hätte ich es wohl nicht gelesen. Aber was soll ich sagen, es hat mir gut gefallen! 

Aber auch die Hörbücher, die ich in diesem Monat gehört habe, waren kurzweilig. Eines davon habe ich primär aufgrund des Sprechers ausgewählt, dessen angenehme Stimme ich aus einer Serie kenne, die ich gerade schaue. Ich bin froh, dass mir letztendlich nicht nur die Stimme, sondern auch das Buch gefallen hat.

 

Es war einmal in Italien von Luca Di Fulvio

Italien, 1870. Der Zirkus Callari reist durch das Königreich. Scheinbar nirgendwo zuhause und überall gern gesehen sind die Zirkusleute frei. Unabhängig von der Welt außerhalb des Zirkus. In dieser Gemeinschaft ist Marta aufgewachsen. Sie liebt das Zirkusleben, aber je älter sie wird, desto mehr hinterfragt sie es auch und sucht nach ihrem Platz in der Welt. 

Zur selben Zeit beginnt ein neues Leben für einen Jungen, der bisher ebenfalls nichts anderes kannte als den Ort, an dem er aufgewachsen ist. Einen Ort, an dem sich dreckige, kranke Kinder ihre Schlafstätten mit Bettwanzen teilen müssen. Als eines Tages eine leibhaftige Contessa das Waisenhaus besucht, um einen der Jungen zu adoptieren, kann Pietro sein Glück kam fassen als ihre Wahl auf ihn fällt.

Alle drei verschlägt es nach Rom, dem damals noch vom Königreich Italien unabhängigen Kirchenstaat, wo sich ihre Geschichten miteinander verbinden.

 

In Rom setzen drei Menschen für
einen großen Traum alles aufs Spiel

 

“Ein Waisenjunge, der mit seiner Kamera den Blick auf die Welt verändern will. Ein Zirkusmädchen, das für die Politik brennt. Eine Gräfin, die anderen die Freiheit schenkt. Drei Menschen, die das Schicksal im Jahr 1870 nach Rom führt, das pulsierende Herzstück Italiens auf dem Weg zum Nationalstaat. Inmitten dieser Stadt der Verheißungen kreuzen sich ihre Wege, und ihre Träume scheinen wie durch ein magisches Band miteinander verwoben. Doch das schillernde Rom stellt die drei vor ungeahnte Herausforderungen. Als eines Tages ein dramatisches Ereignis die Ewige Stadt erschüttert, drohen sie alle zu verlieren, was ihnen kostbar ist…

Klappentext

 

Auch, wenn es sich bei Es war einmal in Italien um eine fiktionale Geschichte handelt, so spielt die tatsächliche Geschichte Italiens dennoch eine große Rolle. Aber keine Sorge, ihr müsst sie nicht zwingend kennen, um das Buch zu verstehen. Es geht auch nicht um trockenen Geschichtsunterricht, auch, wenn man nebenbei durchaus etwas lernen kann. Vielmehr geht es um einige ausgesprochen interessante Charaktere. Besonders die Contessa gefällt mir sehr gut. Sie ist eine für die damalige Zeit ausgesprochen starke Person. Sie wird als schön, intelligent und wortgewandt beschrieben, hat aber auch dunklere Seiten. Pietro und Marta sind zwei Teenager, die nach und nach herausfinden, wer sie sind und wem oder was ihre Leidenschaft gilt. Und dann haben wir noch einige interessante Nebencharaktere, wie etwa Melo, den Ziehvater von Marta, der mehr ist, als nur der alte Mann, der die Ställe der Zirkuspferde ausmistet. Oder Ludovico, der Sohn eines Adeligen, der sich nicht auf seiner Herkunft ausruht, sondern für das kämpft, an das er glaubt. Und auch ein paar Antagonisten dürfen natürlich nicht fehlen, die ebenfalls spannende Facetten gezeigt haben.

 

Alles in allem hat mich das Buch sehr positiv überrascht. Kein Kitsch, keine schwülstigen Ausschweifungen – stattdessen detailreich gezeichnete Charaktere, Leidenschaft und Revolution, eingebettet in einen spannenden geschichtlichen Hintergrund. Und für mich als Thriller-Fan gibt es sogar einen Mörder.

 

 

 

       

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Es war einmal in Italien  |  In seinen Händen

 

In seinen Händen von Harlan Coben

Die Vorstadt ist längst nicht so idyllisch, wie es manchmal scheint. Ein Mädchen verschwindet spurlose und ein Sozialarbeiter wird live im Fernsehen als Pädophiler überführt. Der Fernsehreporterin Wendy Tynes kommen Zweifel an der Schuld des Sozialarbeiters, den sie als Zeugin selbst belastet hat. Während sie versucht, mehr über seine Vergangenheit herauszufinden, stößt die Polizei auf einen möglichen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen.

 

Idylle oder Abgrund, Täter oder Opfer –
nichts ist so, wie es scheint…

 

“Die 17-jährige Haley McWaid führt ein idyllisches Vorstadtleben: Sie ist eine mustergültige Schülerin, Captain des Lacrosse-Teams und schon mit einem Bein im renommierten Elite-College. Doch dann verschwindet Haley von einem Tag auf den anderen spurlos, und für die McWaids bricht eine Welt zusammen. Eine verzweifelte Suche beginnt. Dann, endlich, scheint ein Täter gefasst – doch oft ist nichts so, wie es scheint, und die Wahrheit führt ganz nah an den Abgrund…

Klappentext

 

Das Buch hat mir zu Beginn sehr gut gefallen. Selten habe ich so viele Seiten in so kurzer Zeit gelesen. Zwischendurch nahm mein Lesetempo jedoch wieder etwas ab. Die Spannungskurve verläuft bei diesem Buch meiner Meinung nach eher flach. Was jedoch keinesfalls heißt, dass es mir nicht gefallen hätte. Es ist nur einfach nicht so mitreißend wie manch anderer Thriller. Es gibt keinen mörderischen Unbekannten, der hinter jeder Ecke lauern könnte, keine grotesk zugerichteten Leichen und keinen Protagonisten, der um sein Leben fürchten muss. Das Erzähltempo bei In seinen Händen ist einfach etwas ruhiger. Dennoch fand ich die Geschichte durchaus spannend und unterhaltsam. Das Ende gefiel mir und war durchaus überraschend für mich.

 

 

Die App von Arno Strobel

Stell dir vor, du kommst nachhause, und dein Partner oder deine Partnerin ist verwunden. Keine Anzeichen eines Kampfes, kein Abschiedsbrief, keine aufgebrochene Tür…. die Polizei geht von einem freiwilligen Weggang aus. Vielleicht eine Affäre, wer weiß. Schließlich ist er oder sie ja volljährig und hat das Recht, zu gehen. Aber das ist doch völlig untypisch für diese Person. Irgendetwas stimmt da nicht, das weißt du genau. So geht es Hendrik, dessen Verlobte Linda sich in Luft aufgelöst zu haben scheint. Von der Polizei im Stich gelassen begibt er sich allein auf die Suche nach ihr.

 

Sie kennen dich.
Sie wissen, wo du wohnst.

 

“Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Hamburg-Winterhude, Wohnen im Smart Home, alles ganz einfach per App steuerbar, jederzeit, von überall. Und dazu absolut sicher. Hendrik und Linda sind begeistert, als sie einziehen. So haben sie sich ihr gemeinsames Zuhause immer vorgestellt. Aber dann verschwindet Linda eines Nachts. Es gibt keine Nachricht, keinen Hinweis, nicht die geringste Spur. Die Polizei ist ratlos, Hendrik kurz vor dem Durchdrehen. Konnte sich in jener Nacht jemand Zutritt zum Haus verschaffen? Und wenn ja, warum hat die App nicht sofort den Alarm ausgelöst? Hendrik fühlt sich mehr und mehr beobachtet. Zu Recht, denn nicht nur die App weiß, wo er wohnt.”

Klappentext

 

Auf der Suche nach Linda stößt Hendrik auf ähnliche Vermisstenfälle. Und während von der Polizei zunächst wenig Hilfe zu erwarten ist, taucht eine junge Frau auf, die eine Weile bei der Polizei gearbeitet und so von den Fällen Wind bekommen hat. Ihre Theorie: der oder die Täter verschaffen sich über das Smart Home System “Adam” Zutritt zu Häusern. Allerdings soll “Adam”, getestet von den besten Hackern des Landes, absolut sicher sein. 

Arno Strobel spielt hier mit gleich mehreren Ängsten. Die vermisste Person, deren Verschwinden die Polizei nicht ernst nimmt, smarte Geräte, durch die wir überwacht werden, und das Gefühl, im eigenen Haus nicht mehr sicher zu sein. Ein weiter Punkt kommt im Laufe der Geschichte noch hinzu, auf den ich jedoch nicht näher eingehen kann, ohne das Ende zu verraten. Diese Ängste haben wir vielleicht nicht bewusste, sie sind jedoch greifbarere und vorstellbarer als ein Axt schwingender Serienkiller. Dies sorgt für eine gewisse Beklemmung beim Lesen. Spannend finde ich außerdem die Handlung um die beiden ermittelnden Polizisten, bei denen auch etwas nicht zu stimmen scheint. Bei dieser Geschichte scheint die Gefahr überall zu lauern und man kann sich nie ganz sicher sein, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Die App ist ein kurzweiliger Thriller, der hier und da schon ziemlich konstruiert und teilweise ein wenig übertrieben wirkt, dafür aber auch eine spannende Geschichte erzählt. Quasi Popcorn-Kino zum Lesen.

 

 

 

       

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Vertrau dir (nicht) von Chris Karlden

Vor fünf Jahren verlor Vincent sein Gedächtnis. Inzwischen hat er sich ein neues Leben mit seiner Verlobten aufgebaut. Doch nach einem erneuten Schlag auf den Kopf beginnt er, sich wieder zu erinnern. Und das, an was er sich erinnert, macht ihm mehr Angst, als er es für möglich gehalten hätte. Wer war er? Was hat er getan? Und wem kann er trauen?

 

Ein verlorenes Gedächtnis. Eine schockierende Erinnerung.
Eine grausame Wahrheit. Manchmal lässt man die Vergangenheit besser ruhen!

 

“Vor Jahren verlor Vincent sein Gedächtnis. Plötzlich glaubt er, sich wieder daran zu erinnern, den Mord an einer jungen Frau beobachtet zu haben. Doch schon bald kann er nicht mehr ausschließen, dass diese Erinnerung trügt und nicht der dafür Verurteilte das schreckliche Verbrechen begangen hat, sondern er selbst. Ein weiterer Mord geschieht. Als die Polizei Vincent verdächtigt, ermittelt er auf eigene Faust. Dabei stößt er auf immer mehr Puzzleteile seines früheren Lebens und auf einmal wird die Wahrheit zur tödlichen Bedrohung für ihn und alle, die ihm nahestehen.”

Klappentext

 

Das Hörbuch Vertrau dir (nicht) wird von Detlef Bierstedt gesprochen. Ihr kennt ihn vielleicht als Synchronstimme von George Clooney in Emergency Room oder Jonathan Frakes in Raumschiff Enterprise. Ich musste jedoch zuerst an Enrico Colantoni in Person of Interest denken. Ich mag seine Stimme sehr und sie war ausschlaggebend für den Kauf dieses Hörbuchs. 

Das Buch selbst hat mir ebenfalls gut gefallen. Dass der Protagonist selbst nicht weiß, ob er der Gute oder der Böse in der Geschichte ist, ist ein interessanter Ansatz. Zwar gibt es, wie auch bei In seinen Händen, keine Schockmomente, aber das muss ja auch gar nicht unbedingt sein. Hier steht vielmehr die Aufklärung des Falles im Mittelpunkt statt eine Vielzahl an möglichst grausamen Morden. Und die Aufklärung ist nicht minder spannend. So kamen mir beinahe alle Charaktere im Laufe der Geschichte mal verdächtig vor und neue Erinnerungen sorgten für neue Blickwinkel.

 

 

Was lest ihr zur Zeit?

 

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1 Kommentar

  1. Andrea
    28. April 2021 / 16:57

    Thematisch alle klasse, würde ich sagen. Ich lese auch schon mal außerhalb meines bevorzugten Genres, So habe ich hier einen historischen Roman (Die Fotografin), den mein Freund mal bei einer Buchverlosung für mich gewonnen hat und er gefällt mir so gut, dass ich die mittlerweile 4 Folgebände auch noch lesen möchte.

    Von Arno Strobel habe ich die 3 Bücher hier liegen, die ich ihm zu Weihnachten geschenkt hatte, er hat sie alle aus und war begeistert. Mittlerweile glaube ich, dass man seine Bücher blind lesen kann, sie sind wohl alle klasse.

    Liebe Grüße zur Wochenmitte!

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