Gelesen im Juni
Die Karte, Achtsam morden am Rande der Welt, Beste Freundin & Mörderfinder – Die Spur der Mädchen

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Anfang Juni habe ich einen neuen Job angefangen und zunächst sah es nicht so aus, als wenn ich viel zum Lesen kommen würde. Letztendlich habe ich schließlich doch drei Bücher und ein Hörbuch beendet. Man muss eben Prioritäten setzen. In diesem Monat habe ich mich wieder auf Thriller konzentriert und ich freue mich auch schon auf die nächsten, die bereits hier liegen. Es ist und bleibt einfach mein liebstes Genre.

Vielen Dank an die Verlage Penguin, Heyne und Rowohlt für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare.

 

Die Karte von Andreas Winkelmann

Auf das neue Buch von Andreas Winkelmann habe ich mich ganz besonders gefreut. Die Kerner & Oswald Reihe habe ich letztes Jahr regelrecht verschlungen (»Rezension) und mit Die Karte erschien nun im Juni der vierte Teil. Jens Kerner und Becca Oswald sind diesmal auf der Jagd nach einem Mörder, der sich seine Opfer mithilfe der Sozialen Medien sucht.

 

Niemand läuft dem Tod davon

 

“Er gehört zu deinem Training wie die Schuhe und der Soundtrack: Dein Fitness-Tracker, der deine Laufstrecke online teilt. Jeder weiß, wo du warst – und wieder sein wirst. Doch damit inspirierst du jemanden zu einem ganz besonderen Kunstwerk, den du besser nicht auf dich aufmerksam gemacht hättest. Er trackt deine Initialen in eine digitale Karte. Sein Zeichen, dass du die Nächste sein wirst …
Lauf, so schnell du kannst – es wird dir nichts nützen. Er erwartet dich.

Klappentext

 

Wie schon seine Vorgänger hat mir der vierte Teil der Reihe sehr gut gefallen. Ein angenehmer Schreibstil, eine spannende Geschichte, perfide (aber eher unblutige) Morde und sympathische Protagonisten sorgen für ein kurzweiliges Lesevergnügen. Die Art, wie der Täter Soziale Medien nutzt, um seinen Opfern aufzulauern und mit seinen Taten anzugeben, ist nicht so weit hergeholt wie es mir lieb wäre. Das Buch regt durchaus dazu an, sich Gedanken darüber zu machen, wie viel von sich man im Internet preisgeben möchte.

Auch ohne Kenntnis der erste drei Bücher ist die Geschichte verständlich, allerdings lohnt es sich, auch die anderen Bücher der Reihe zu lesen.

 

 

   

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Achtsam morden am Rande der Welt von Karsten Dusse

Auch Achtsam morden am Rande der Welt ist Teil einer Reihe. Achtsam morden war eines der besten Bücher, die ich im letzten Jahr gelesen habe (»Rezension). Der zweite Teil Das Kind in mir will achtsam morden hat mir auch gefallen, kam für mich jedoch nicht ganz an den ersten Teil heran (»Rezension). Das lag allerdings mehr an dem für mich nur schwer greifbaren Bild des inneren Kindes als am Buch selbst. In Achtsam morden am Rande der Welt geht es nun um Björns Pilgerreise. Und die ist ereignisreicher als ihm lieb wäre. Denn wie steht es so schön auf der Rückseite des Buches? “Leichen pflastern seinen Jakobsweg“.

 

Finde Dich selbst. Bevor es ein anderer tut.

 

“Um der Midlifecrisis zu entgehen, begibt sich Björn Diemel auf Anraten seines Therapeuten auf Pilgerreise. Schnell stellt sich als Erkenntnis auf dem Jakobsweg heraus, dass Björns Leben die Mitte bereits überschritten haben könnte: Ein unbekannter Mitpilger versucht ihn zu töten. Während bei den scheiternden Anschlägen auf Björn ein Pilger nach dem anderen seinen Lebensweg verlässt, versucht Björn ganz achtsam, sich seiner Haut zu wehren. Seine Pilger-Fragen nach Leben, Tod und Erfüllung bekommen plötzlich eine sehr praxisnahe Relevanz.

Klappentext

 

Die Achtsam morden Reihe vereint Spannung, Krimielemente, rabenschwarzen Humor und Achtsamkeitsratgeber. Auch der neue Roman bildet da keine Ausnahme. Witzig, kurzweilig und intelligent geschrieben – Karsten Dusse versteht es, mit Worten umzugehen. Es sind gerade die kleinen Spitzen und der trockene Humor, die ich an seinem Schreibstil liebe.

Pilgern ist zwar ein Thema, zu dem ich ebenso wenig Bezug habe, wie zum inneren Kind, dennoch hat mir dieses Buch besser gefallen als das zweite. Anfangen sollte man jedoch auf jeden Fall mit dem ersten, denn das ist nach wie vor mein Favorit. Ich hoffe sehr, dass es einen vierten Teil geben wird.

 

 

Beste Freundin – Niemand lügt so gut wie du von Claire Douglas

Clair Douglas gilt als gefeierte Bestsellerautorin. Ihre drei ersten Thriller Missing, Still Alive und Vergessen waren in England und Deutschland sehr erfolgreich. Dennoch, muss ich zugeben, habe ich bisher nichts von ihr gelesen. Aber das lässt sich ja ganz leicht ändern. Im April erschien ihr vierter Thriller unter dem Namen Beste Freundin – Niemand lügt so gut wie du.

 

Sie war deine beste Freundin. Jetzt ist sie eine Mörderin.

 

“Als Kinder waren Jess und Heather die allerbesten Freundinnen. Sie teilten alles miteinander. Bis ein einziger Tag ihre Freundschaft unwiderruflich zerstörte. Jahre später kehrt Jess in ihre idyllische Heimatstadt an der Küste Englands zurück. Dort soll sie die Berichterstattung zu einem brutalen Doppelmord übernehmen. Doch als Jess erfährt, dass Heather die Hauptverdächtige ist, ist sie fassungslos. Kann ihre beste Freundin von damals eine eiskalte Mörderin sein? Jess beginnt zu recherchieren und stellt mit Grauen fest, dass alle Hinweise zu dem Tag führen, den sie für immer aus ihrem Leben streichen wollte. Der Tag, an dem Heathers Schwester spurlos verschwand und sie alle ins Unglück stürzte …

Klappentext

 

Die Geschichte hat mir gut gefallen und ist kurzweilig geschrieben. Allerdings würde ich sie weniger in die Kategorie Thriller einordnen, da es eher um die Aufklärung und Aufarbeitung vergangener Ereignisse geht als um die unmittelbare Gefahr. Atemloser Nervenkitzel hat sich für mich so zwar nicht eingestellt, dennoch las sich das Buch gut und war keineswegs langweilig. Ich war gespannt darauf, ob Heather nun die Täterin war und was damals mit ihrer Schwester geschehen ist. Die Charaktere waren mir ebenfalls sympathisch. Nur eine kleine Triggerwarnung möchte ich noch hinzufügen: Drogenmissbrauch und häusliche sowie sexuelle Gewalt werden thematisiert.

 

 

   

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Mörderfinder – Die Spur der Mädchen von Arno Strobel

Und noch eine Reihe! Mörderfinder wird als Teil 1 der Max Bischoff Reihe beworben, aber aufgepasst, es gibt bereits drei Bücher, in denen, er der Protagonist ist. Die Reihe Im Kopf des Mörders umfasst drei Bände, in denen Max Bischoff als Kommissar in Düsseldorf tätig ist. In der neuen Reihe – Mörderfinder erschien im März dieses Jahres – ist Max Bischoff offiziell nicht mehr im Dienst. Das hindert ihn jedoch nicht daran, auf eigene Faust zu ermitteln.

 

Nichts ist ihm näher als die dunkle Täterpsyche.

 

“Seine Zeit beim KK 11 in Düsseldorf ist Geschichte. Jetzt fängt Fallanalytiker Max Bischoff an der Polizeihochschule in Köln neu an. Bildet die aus, die so gut werden wollen wie er. Aber die Fälle finden ihn trotzdem. Als ihn der Vater der seit sechs Jahren verschwundenen Leni Benz um Hilfe bittet, will Max sofort ablehnen. Aber er merkt, dass er es nicht kann. Zu viele Fragen sind ungeklärt im Fall der Grundschülerin, die auf dem Schulweg verschwand und nie mehr gesehen wurde.
Doch wieso taucht jetzt Lenis Ranzen wieder auf, steht an seinem Platz in ihrem Elternhaus, als sei nichts geschehen? Wie kann das sein, nach all der Zeit? Und vor allem: Weshalb gibt es so viele Parallelen zu einem aktuellen Fall? Max begibt sich auf die Spur des Täters …

Klappentext

 

Die Protagonisten, Max Bischoff und ein auf den ersten Blick ziemlich grummelig und wenig zuvorkommender Hauptkommissar, sind mir beide sehr sympathisch. Ich mag die Dynamik zwischen den beiden. Es handelt sich hier um Protagonisten, die durchaus auch mal Fehler machen und Situationen falsch einschätzen. Auch das finde ich gut und ist mir allemal lieber als ein unfehlbarer Protagonist. Die Geschichte insgesamt ist spannend und kurzweilig. Triggerwarnung: Sexueller Missbrauch wird thematisiert.

Die Vorgänger kenne ich leider nicht, allerdings stehen sie inzwischen auf meiner Wunschliste. Und auch auf den Nachfolger von Mörderfinder freue ich mich schon sehr.

 

 

Was habt ihr in den letzten Wochen gelesen?

 

Melanies Unterschrift2
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1 Kommentar

  1. Andrea
    4. Juli 2021 / 11:41

    Oh, das Winkelmann-Buch und das von Claire Douglas klingen ja besonders gut. Dafür, dass Du so wenig Zeit hast, hast Du echt viel geschafft. Ich habe im Juni nur ein Buch von Arno Strobel gelesen “Das Wesen” und es hat mich zu 2/3 fürchterlich gelangweilt. Danach wurde es allerdings hochinteressant. Liebe Grüße

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