Gelesen im August
Miss Merkel, Die Nacht, Die Flut, Das Rachespiel & Das Dorf

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Auch in diesem Monat war bei mir wieder viel los. Drei der fünf hier vorgestellten Bücher habe ich deshalb gehört. Ob beim Sport, beim Autofahren, beim Einkaufen oder der Hausarbeit – Hörbücher kann ich zurzeit einfach besser in meinen Alltag integrieren. Aber ich habe auch im August ganz klassisch gelesen. Mit dem ersten Buch, Miss Merkel, tat ich mich ein wenig schwer, weshalb es dann unterm Strich leider nur für zwei Bücher gereicht hat.

Vielen Dank an den Penguin Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Die Nacht von Jan Beck.

 

Miss Merkel: Mord in der Uckermark von David Safier

Von David Safier habe ich vor knapp 10 Jahren schon einmal ein paar Bücher gelesen, die mir, soweit mich meine Erinnerungen nicht trügen, auch gut gefallen haben: Mieses Karma, Jesus liebt mich und Plötzlich Shakespeare. In zweien davon hat er die Geschichte zweier bekannter Persönlichkeiten weitergesponnen. Ihr ahnt es: Jesus und Shakespeare. In seinem aktuellen Roman geht es nun um Angela Merkel und ihr fiktives Leben nach ihrer Karriere als Bundeskanzlerin.

 

Wir lachen das!

 

“Wir schreiben das Jahr 2022. Angela ist seit sechs Wochen in Rente und mit Mann und Mops in die Uckermark gezogen. Nach dem turbulenten Leben in Berlin fällt es ihr jedoch schwer, sich auf das beschauliche Landleben einzulassen. Als aber der Freiherr Philipp von Baugenwitz vergiftet und bekleidet mit Ritterrüstung in einem von innen verriegelten Schlossverlies gefunden wird, erwacht neues Leben in Angela. Endlich wieder ein Problem, das gelöst werden will! Unterstützt von ihrem liebenden Ehemann und dem sanften Bodyguard Mike macht sie sich auf die gefährliche Suche nach dem Mörder. Wird Angela ihn finden? Wird sie in Klein-Freudenstadt heimisch werden? Gar das erste Mal in ihrem Leben eine wahre Freundin finden? Oder wird eine der sechs verdächtigen Frauen ihr zuvor den Garaus machen? Fragen, die nur eine große Detektivin beantworten kann!

Klappentext

 

Zusammen mit ihrem Puffel und ihrem Mops Putin zieht Angela in ein beschauliches Örtchen in der Uckermark. Schnell vermisst sie ihr altes Leben jedoch – trotz zankenden Ministern und flirtenden Staatschefs. Da war wenigstens was los! Also sucht Angela sich kurzerhand ein neues Abenteuer. Damit bringt sie nicht nur ihren Bodyguard Mike zur Verzweiflung, sondern sorgt auch dafür, dass so mancher Einwohner von Klein-Freudenstadt um seine gut gehüteten Geheimnisse fürchtet. Denn Angela, Puffel und Putin machen vor nichts Halt. Nicht einmal vor blauhaarigen Influenzerinnen, amerikanischen Investoren und der Ortsvertretung der AfD.

 

Obwohl ich so manches Mal lachen musste und meinem Mann auch die ein oder andere Passage vorgelesen habe, weil sie mir so gut gefiel, habe ich sehr lange für dieses Buch gebraucht. Sicherlich lag es auch an meinem Zeitmanagement und nicht immer optimal gesetzten Prioritäten. Zum Teil lag es aber wohl auch daran, dass mir trotz der leichten, amüsant geschriebenen Geschichte ein wenig die Spannung fehlte, die mich geradezu dazu zwang, weiterzulesen. Das Buch hat mir durchaus gefallen, war für mich aber kein Pageturner.

 

 

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Die Nacht – Wirst du morgen noch leben? von Jan Beck

2020 erschien der Thriller Das Spiel und hielt sich wochenlang in den Bestseller-Listen. Mit Die Nacht präsentiert Jan Beck nun den zweiten Band um das Ermittler-Duo Inga Björk und Christian Brand. Diesmal gilt es fünf Menschen zu finden, die offenbar entführt wurden. Fünf Menschen in engen Glaszylindern, nicht breit genug um etwas anderes darin zu tun als zu stehen. Für Stunden. Tage. Einer ausgefeilter Maschinerie ausgeliefert, die darauf ausgerichtet ist, sie einen nach dem anderen zu töten. Auf einer Seite im Internet kann die Bevölkerung über das Schicksal der fünf entscheiden und ist live dabei, wenn das Urteil gefällt wird. Schaffen Inga und Christian es, die Opfer rechtzeitig zu finden?

 

Und jede Nacht stirbt ein neues Opfer…

 

“Als Hanna sich während eines Gewitters im dunklen Wald verläuft, scheint ihre größte Angst wahr zu werden – doch sie weiß nicht, dass ihr das Schlimmste noch bevorsteht … Ein paar Stunden später tritt ein Unbekannter, der sich selbst “Der Nachtmann” nennt, an die Öffentlichkeit: Fünf Menschen hält er in Glaskästen gefangen, und Nacht um Nacht wird einer von ihnen sterben – es sei denn, jemand schafft es, eine seiner Forderungen zu erfüllen. Sofort wird Europols Topermittlerin Inga Björk auf den Fall angesetzt. Als Leiterin der Sondereinheit für Serienverbrechen kennt sie die menschlichen Abgründe. Zusammen mit Christian Brand begibt sie sich auf die Suche nach einem Täter, der nichts dem Zufall überlassen hat.

Klappentext

 

Da ich das erste Buch der Reihe bisher nicht gelesen habe, fiel es mir zu Beginn ein wenig schwer, die Charaktere Inga Björk und Christian Brand und ihre Beziehung zueinander richtig einzuordnen. Das gab sich jedoch nach einer Weile. Zumal der Fokus in Die Nacht nicht nur auf dem Ermittler-Duo selbst liegt. Immer wieder wird zwischen den Perspektiven gewechselt. Mal sind die Leser*innen auch bei Hanna, einer der Entführten, dann bei dem Strafverteidiger Eric Dornhoff oder bei einem der Menschen, die die Geschehnisse im Internet verfolgen. Zudem gibt es Rückblicke in die Vergangenheit. Der häufige Szenenwechsel sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt.

 

Das Buch liest sich flott und angenehm. Die Auflösung der Geschichte wirkt ein wenig zu konstruiert und nicht ganz schlüssig auf mich. Dennoch hat es mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen. So sehr, dass Teil 1 nun auch auf meiner “Want to read” Liste gelandet ist.

 

 

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Die Flut von Arno Strobel

Wie eingangs bereits erwähnt, passen Hörbücher aktuell einfach besser in meinen Alltag. Im August habe ich drei beendet, allesamt von Arno Strobel. Sie wurden von Sascha Rotermund gesprochen, dessen Stimme ich sehr angenehm finde. Alle drei Hörbücher sind aktuell bei Spotify zu finden. Den Anfang machte Die Flut

 

Es ist Nacht, sie sind am Strand, hilflos, ihm ausgeliefert,

sie können sich nicht befreien, und dann kommt die Flut …

 

“Grausame Morde geschehen auf der Nordseeinsel Amrum. Paare werden entführt und nachts am Strand ermordet. Besonders brutal: Der Mörder lässt den Mann zusehen, wie seine Frau in den Fluten ertrinkt. Und der Mörder hat einen Plan. Sie werden ihn nicht kriegen. Er weiß, wie er sie täuschen muss. Sie haben keine Ahnung. Dafür hat er gesorgt. Und er ist noch längst nicht fertig…

Klappentext

 

Die beiden Arbeitskollegen Andreas und Michael machen zusammen mit ihren Partnerinnen Martina und Julia Urlaub auf der Nordseelinsel Amrum. Gemeinsam wollen sie ein Ferienhaus renovieren und nebenbei ein wenig ausspannen. Doch so ganz werden die Paare nicht warm miteinander und auch der unheimliche Nachbar, der sie zu beobachten scheint, ist ihnen nicht geheuer. Als dann noch eine Frau am Strand ermordet wird, ist es aus mit der ohnehin fragilen Urlaubsstimmung. Der Täter scheint es auf Pärchen abgesehen zu haben. Die Angst geht auf der sonst so beschaulichen Insel um und als wäre das nicht schon schlimm genug, geraten plötzlich auch noch Andreas und Michael in den Fokus der Ermittlungen.

 

Ein von sich selbst absolut überzeugter Täter auf der Suche nach …. naja, das lasse ich euch am besten selbst herausfinden. Zwei der Charaktere waren für mich aus nicht nachvollziehbaren Gründen extrem unsympathisch, was auf mich deshalb nicht sehr natürlich gewirkt hat. Und auch dem Ende fehlte für meinen Geschmack der Feinschliff. Eine durchaus spannende, kurzweilige Unterhaltung war die Geschichte aber allemal.

 

 

 

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Das Rachespiel von Arno Strobel

Man kann seiner Vergangenheit nicht entfliehen. Auf die ein oder andere Weise holt sie einen immer wieder ein. Das muss auch Frank feststellen, als er sich plötzlich mit seinen ehemaligen Jugendfreunden mitten in einer Art Spiel wiederfindet. Die Regeln werden erst nach und nach enthüllt. Fest steht nur, dass nicht alle Beteiligten das Spiel überleben werden. Und nicht nur das, auch ihre Familien sind in Gefahr.

 

Erfüllst du deine Aufgabe, kommt er frei.

Erfüllst du sie nicht, wird er sterben.

 

“Frank Geissler glaubt an einen Scherz, als er die Website aufruft: Ein Mann, nackt, am Boden festgekettet, in Todesangst. Daneben ein Käfig voller Ratten, unruhig, ausgehungert.
Frank kann den Mann retten, heißt es. Aber nur wenn er Teil des »Spiels« wird und seine erste Aufgabe erfüllt. Angewidert schließt er die Website, doch kurz darauf ist der Mann tot. Und Frank beginnt zu zweifeln. Hätte er dem Unbekannten helfen können? Hätte er nicht sofort die Polizei informieren müssen? Aber es ist zu spät. Und nicht nur für den Toten. Auch Frank ist schon mittendrin. Mittendrin in einem Spiel, in dem er einer der Vier ist, einer der vier Kandidaten, für die es um alles geht. Um ihr eigenes Leben. Aber auch um das Leben aller, die ihnen etwas bedeuten …

Klappentext

 

Als Kinder waren sie die besten Freunde: der zurückhaltende, stets etwas ängstliche Jens, der aufbrausende Thorsten, die taffe Manu, das einzige Mädchen der Runde, und Frank, der Anführer der Bande. Damals ist etwas geschehen, was alle vier am liebsten vergessen würden. Aber die Vergangenheit holt sie ein. Wer könnte dahinterstecken? Schließlich haben sie sich damals geschworen, niemandem etwas davon zu erzählen.

 

Auch hier haben wir eine teilweise etwas zu sehr konstruierte Geschichte. Zudem habe ich mich gefragt, wieso diese teilweise doch recht unterschiedlichen Charaktere als Kinder befreundet waren. Besonders Thorsten, Typ Dudley Dursley, und Jens, Typ junger Neville Longbottom, scheinen nicht so recht in die Clique zu passen. Das tut der Spannung jedoch keinen Abbruch. Mir hat das Buch gut gefallen und auch das Ende ergab für mich Sinn. Ich habe es gern gehört.

 

 

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Das Dorf von Arno Strobel

Ein Dorf, in dem es nicht mit rechten Dingen zuzugehen scheint. Abgeschnitten von der Außenwelt. Düster, trist und irgendwie aus der Zeit gefallen. Es scheint nur zwei Arten von Bewohnern zu geben, die, die Angst haben, und die, die Angst verbreiten. Kein Ort, der zum Bleiben einläd. Aber Bastians Exfreundin Anna ist in Gefahr und das letzte Lebenszeichen von ihr kam aus eben jenem Dorf. Er muss ihr helfen!

 

Willkommen im Dorf ohne Wiederkehr…

 

“Panik, Todesangst, das ist es, was Bastian Thanner in der Stimme seiner Exfreundin hört, als sie ihn völlig unerwartet anruft. Über zwei Monate ist es her, dass Bastian Anna zuletzt gesehen hat, als sie Hals über Kopf und ohne Erklärung einfach verschwunden ist. Jetzt braucht sie dringend seine Hilfe, sie bangt um ihr Leben. Bastian macht sich sofort auf die Suche nach Anna und gelangt in ein Dorf an der Müritz, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Überall deuten Spuren auf Anna, doch niemand kann oder will ihm weiterhelfen. Bis zu dem Abend, als Bastian Zeuge einer schrecklichen Zusammenkunft wird. Und auf den Mann trifft, der genau weiß, was mit Anna geschehen ist …

Klappentext

 

In diesem Dorf ist nichts, wie es zu sein scheint. Unheimliche, gar unerklärliche Dinge geschehen und nach und nach zweifelt Bastian immer mehr an seinem Verstand. Das Dorf erzählt eine Geschichte, die zwar zugegebenermaßen weit hergeholt, allerdings auch sehr spannend ist. Von den drei Arno Strobel Büchern, die ich euch hier vorstelle, hat mir dieses am besten gefallen. Trotz oder gerade wegen des unrealistischen Endes.

 

 

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Das Dorf

 

Was habt ihr in den letzten Wochen gelesen bzw. gehört?

 

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2 Kommentare

  1. Andrea
    10. September 2021 / 17:24

    Liebe Melanie, stimmt, da war ja noch was 🙂 “Mieses Karma” habe ich vor Jahren auch mal gelesen, fand es witzig, aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht mehr genau, um was es ging^^.

    Die Bücher von Arno Strobel klingen inhaltlich allesamt gut.

    Ich habe gerade den ersten Band von “Die Frauen von New York” (wird eine dreiteilige Serie, kann man aber unabhängig voneinander lesen) gelesen von Ella Carey. Neben einem tollen Cover ist auch das Buch so gut. Spielt in NY im Jahr 1942, Die Folgebände werde ich mir auf jeden Fall auf meine Wunschliste schreiben. Allerdings ist die Kriegszeit ja nicht etwas, was jeder gern liest, wobei es hier mehr um das Leben einer Köchin in eben dieser Zeit geht als um das Kriegeschehen an sich. Liebe Grüße und ein angenehmes Wochenende.

    • 17. September 2021 / 19:15

      Liebe Andrea,
      leider zähle ich auch zu denjenigen, die nicht so gern Geschichten aus dieser Zeit lesen aber es freut mich sehr, dass es dir gut gefällt!
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
      Liebe Grüße
      Melanie

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