Gelesen im September
Anonym, Wer das Feuer entfacht & Das Spiel

Frauen, die Bärbel heißen & Wer schön sein will, muss sterben

Unbezahlte Werbung (Enthält teilweise PR-Samples) »Info |

Im September habe ich mich wieder voll und ganz auf mein liebstes Genre konzentriert: Thriller. Seit ich im Sommer mit meinem dualen Studium begonnen habe, hat es sich für mich bewährt, den Fokus auf Hörbücher zu legen. Das klassische Lesen kommt bei mir gerade leider zu kurz. Aber ein Buch habe ich, neben zwei Hörbüchern, im September dennoch beendet: den brandneuen Thriller “Wer das Feuer entfacht” von Paula Hawkins, bekannt durch ihren Besteller “Girl on the train”. Bei den beiden Hörbüchern dreht es sich jeweils um Verbrechen mit Bezug zum Darknet.

 

Vielen Dank an die Verlage Blanvalet und Penguin für die Bereitstellung des Buches “Wer das Feuer entfacht” und des Hörbuches “Das Spiel”.

 

Anonym von Ursula Poznanski und Arno Strobel

Anonym habe ich Anfang September auf Spotify gehört. Dort gibt es zahlreiche Hörbücher von Arno Strobel in ungekürzter Fassung. Ursula Poznanski sagte mir bis dato allerdings nichts. Dabei ist sie die Autorin des sechsfach prämierten Thrillers Erebos, ein Buch, welches auch auf meiner Lese-Liste steht. Und nachdem mir Anonym gut gefallen hat, ist Erebos noch einmal ein Stück nach oben gerutscht.

 

 

“Du verabscheust deinen Nachbarn? Du hast eine offene Rechnung mit deiner Ex-Frau? Du wünschst deinem Chef den Tod? Dann setze ihn auf unsere Liste und warte, ob die anderen User für ihn voten. Aber überlege es dir gut, denn manchmal werden Wünsche wahr…

Es ist der erste gemeinsame Fall von Kommissar Daniel Buchholz und seiner Kollegin Nina Salomon, und er führt sie auf die Spur des geheimnisvollen Internetforums «Morituri». Dort können die Mitglieder Kandidaten aufstellen und dann für sie abstimmen. Dem Gewinner winkt der Tod. Aber das Internet ist unendlich, die Nutzer schwer zu fassen. Nur der Tod ist ausgesprochen real, und er ist näher, als Buchholz und Salomon glauben …

Klappentext

 

Es kann so einfach sein. Einfach den Namen nennen und alles Weitere liegt nicht mehr in deiner Hand. Die Gemeinschaft entscheidet, ob die Person leben darf oder sterben soll. Die Gemeinschaft, der es ebenso leicht fällt, ein Urteil zu fällen, wie dir, diesen Namen zu nennen.

Im Morituri Forum lassen die Menschen ungefiltert raus, was sie denken, in der Gewissheit, dass sie anonym sind. Ein Forum wie so viele im World Wide Web, könnte man meinen, aber das Urteil der Menschen hier schlägt nur allzu reale Wellen. Ein Mörder geht um und nimmt sich derer an, denen die Gemeinschaft den Tod wünscht.

Nicht gerade ein leichter erster Fall für Buchholz und Salomon, die sich gerade erst kennengelernt haben und unterschiedlicher kaum sein könnten. Nun müssen sie sich so schnell es geht zusammenraufen, das Forum vom Netz nehmen und den Mörder stoppen.

 

Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen. Besonders gelungen fand ich die Erzählung aus den Perspektiven von Nina Salomon und David Buchholz. Augenscheinlich sind die zwei wie Feuer und Wasser, durch die verschiedenen Perspektiven erfährt man jedoch mehr über ihre Gedankenwelten und Beweggründe, so, dass mir beide, so unterschiedlich sie auch zu sein scheinen, sehr sympathisch sind.  Mir gefällt die Entwicklung zwischen den beiden und die Art, wie uns die Autoren daran teilhaben lassen. Gerade deswegen ist nun auch das zweite Buch der Reihe, Invisible, auf meiner Wunschliste gelandet.

Aber auch die Geschichte als Solche fand ich spannend. Das Internet sorgt leider nur allzu oft dafür, dass manche Menschen alle Hemmungen fallen lassen. Dies wurde in diesem Buch gekonnt aufgegriffen. Dazu noch ein Mörder mit einem gewissen Hang zu Dramatik und Kreativität und fertig ist ein Thriller, den ich gern weiterempfehle.

 

 

Anonym Arnao Strobel Ursula Pozanski

Das Buch bei Amazon (Affiliate-Links):
Anonym

 

 

Wer das Feuer entfacht von Paula Hawkins

“Girl on the train” habe ich zwar nicht gelesen, natürlich ist mir der Besteller aber ein Begriff. Dieser wurde übrigens 2016 verfilmt. Ende August erschien der neue Roman der britischen Autorin Paula Hawkins: “Wer das Feuer entfacht – keine Tat ist je vergessen”. Darin spielt sie nicht nur mit verschiedenen Perspektiven, sondern auch mit dem Konzept eines Romans in einem Roman.

 

Drei Frauen. Drei Schicksale. Ein schreckliches Verbrechen, das ihre Welt erschüttert.

 

“Auf einem Hausboot in London wird die Leiche eines brutal ermordeten jungen Mannes gefunden. Besonders drei Frauen geraten danach ins Visier der Ermittlungen.
Laura, die aufgewühlt wirkende junge Frau, die nach einem One-Night-Stand mit dem Opfer zuletzt am Tatort gesehen wurde. Carla, die Tante des Opfers, bereits in tiefer Trauer, weil sie nur Wochen zuvor eine Angehörige verlor. Und Miriam, die neugierige Nachbarin, die als Erste auf die blutige Leiche stieß und etwas vor der Polizei zu verbergen scheint.
Drei Frauen, die einander kaum kennen, mit ganz unterschiedlichen Beziehungen zum Opfer. Drei Frauen, die aus verschiedenen Gründen zutiefst verbittert sind. Die auf unterschiedliche Weise Vergeltung suchen für das ihnen angetane Unrecht. Wenn es um Rache geht, sind selbst gute Menschen zu schrecklichen Taten fähig. Wie weit würde jede einzelne von ihnen gehen, um Frieden zu finden?

Klappentext

 

Als Daniel Sutherland tot auf seinem Hausboot gefunden wird, stellt dies das Leben gleich mehrerer Menschen gründlich auf den Kopf. In diesem Buch stehen weniger die Ermittlungen der Polizei als vielmehr die Schicksale dieser Menschen im Mittelpunkt. Sie sind enger miteinander verwoben als es zunächst den Anschein hat.

 

Ich muss gestehen, dass ich ein wenig Startschwierigkeiten mit diesem Buch hatte. Sicherlich lag es auch daran, dass ich, als ich mit dem Buch begann, wenig Zeit zum Lesen hatte. Aber gerade zu diesem Zeitpunkt hätte ich ein Buch gebraucht, welches richtig spannend ist, Tempo macht und mich mitreißt. In “Wer das Feuer entfacht” geht die Autorin es jedoch langsamer an. Statt um an jeder Ecke lauernde Gefahren und schreckliche Entdeckungen geht es um die Menschen im Umfeld des Toten und deren Vergangenheit. Auch hier lauern dunkle Geheimnisse, die aber nur sehr langsam enthüllt werden. Das Ende hat mich wieder abgeholt und gefiel mir gut. Auch, wenn es bis dahin ein für meinen Geschmack etwas zu langer Weg war.

 

 

Das Buch bei Amazon (Affiliate-Links):
Wer das Feuer entfacht

 

 

Das Spiel von Jan Beck

Auch in “Das Spiel” geht es, wie bei “Anonym”, um eine Mordserie, die im Darknet für Aufmerksamkeit sorgt. Nur sind die User diesmal nicht die Richter, sondern die Henker. Die Funktion des Richters hat zuvor bereits jemand anderes übernommen. Jemand, der die unwissenden Opfer markiert hat – inklusive einer Anleitung, wie mit ihnen zu verfahren ist.

 

Sie jagen dich. Sie töten dich.

 

“Als Mavie während einer Party auf ihr cooles, im Dunkeln leuchtendes Tattoo angesprochen wird, hält sie das für einen Scherz. Doch dann sieht sie es im Lichtstrahl der Tanzfläche mit eigenen Augen und gerät in Panik: Woher kommt der Skorpion auf ihrer Haut? Mavie ahnt nicht, dass das Zeichen sie zur Zielscheibe eines perfiden Spiels macht.
Zur gleichen Zeit übernehmen die Ermittler Inga Björk und Christian Brand den Fall einer brutal im Wald ermordeten Joggerin. Noch wissen sie nicht, dass dies erst der Anfang einer grausamen Mordserie ist. Und dass sie nur eine Chance haben, diese zu stoppen: Sie müssen die Seiten wechseln – und das tödliche Spiel mitspielen …

Klappentext

 

Es ist der erste Fall von Inga Björk, einer Europol-Ermittlerin, und Christian Brand, einem Mitglied der Sondereinheit Kobra. Nachdem mir “Die Nacht”, das zweite Buch der Reihe, so gut gefallen hatte (»Rezension) war ich gespannt auf den Vorgänger.

Brand stößt als eine Art Bodyguard für Björk hinzu, als diese bereits mit den Ermittlungen begonnen hat. Sie hält ihn zunächst auf Abstand und gibt wenig von sich oder dem Fall preis, was sie und den Fall für Brand nur um so interessanter macht. Mir gefällt die Chemie zwischen den beiden, wie auch schon im zweiten Roman.

Was den Fall selbst betrifft, so wirkt er nicht gerade realistisch. Aber hey, dafür ist der kreativ und spannend. Wer braucht schon Realismus, wenn er unterhalten werden möchte. Stichwort Popcorn-Kino. Und ja, ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Das Buch ist spannend, der Hörbuchsprecher sympathisch und der Fall kreativ. Ich hoffe auf einen Teil 3.

 

 

Das Buch bei Amazon (Affiliate-Links):
Das Spiel

 

 

Was habt ihr in den letzten Wochen gelesen bzw. gehört?

 

Melanies Unterschrift2
Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.