Gelesen (& gehört) im Oktober
Höllental, Sharing, Verbrechen von nebenan & Finsterbrook

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Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: in diesem Monat kam ich nicht oft zum Lesen. Aber Hörbüchern sei Dank kann ich euch heute dennoch einige Bücher präsentieren. Zwei Autoren sind dabei, die ich in den letzten Monaten besonders gern gelesen bzw. gehört habe: Andreas Winkelmann und Arno Strobel. Außerdem hat einer meiner liebsten Podcaster ein Buch herausgebracht, welches ich euch ebenfalls gern vorstellen möchte. Und zum Schluss gibt es noch einen Kinderbuch-Tipp, der Groß und (nicht ganz so) Klein gefallen dürfte.

Vielen Dank an die Verlage Goldmann, Fischer, Argon und Der Hörbuchverlag für die Bereitstellung der Bücher und Hörbücher.

 

Höllental von Andreas Winkelmann

Nachdem mir die Kerner & Oswald Reihe so gut gefallen hat, war ich gespannt auf andere Bücher von Andreas Winkelmann. In Höllental, gesprochen von Bernd Hölscher und Christian Stark, steht der Freitod einer jungen Frau im Fokus. Eine Triggerwarnung vorab: In Höllental geht es um Themen wie Suizid, Stalking und PTBS. 

 

Die Angst treibt sie in den Tod – und ihr letzter Blick schickt einen Mann auf die Suche nach dem Mörder …

 

“Im ersten Schnee des Winters steht eine junge Frau auf einer Eisenbrücke hoch über der Höllentalklamm. Sie ist fest entschlossen, sich in die Tiefe zu stürzen. Roman Jäger, Mitglied der Bergwacht, versucht noch sie aufzuhalten, doch vergeblich. Was ihm bleibt, ist ihr letzter Blick – ein Blick voll entsetzlicher Angst, der ihn bis in seine Träume verfolgt. Er macht sich daran, die Hintergründe dieses Selbstmords herauszufinden. Und stößt auf ein schreckliches Geheimnis, das sein Leben für immer verändern wird …

Klappentext

 

Roman Jäger arbeitet bei der Bergwacht. Als er an einem ungemütlichen Wintertag Spuren im Schnee findet, die darauf hindeuten, dass jemand hinauf in die Höllentalklamm gegangen ist, folgt er ihnen, denn er weiß, wie gefährlich es bei diesem Wetter dort draußen ist. Dabei stößt er auf eine junge Frau, die offenbar hier hinauf gekommen ist, um sich das Leben zu nehmen. Er versucht erfolglos, sie zu retten. Danach geht ihm vor allem ihr angsterfüllter Blick, ehe sie fiel, einfach nicht mehr aus dem Kopf. Wieso hat die junge Frau sich umgebracht? Und wieso hat sie dazu den beschwerlichen Weg in die Höllentalklamm auf sich genommen?

Auch die Eltern der jungen Frau, Laura Waider, haben keine Erklärung dafür. Mara, die beste Freundin von Laura, scheint jedoch mehr zu wissen. Sie vertraut sich Roman an und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse.

 

Höllental ist ein kurzweiliger und mitreißender Thriller. Ich mag den Schreibstil von Andreas Winkelmann und besonders der Protagonist Roman Jäger war mir sehr sympathisch. Was die Geschichte selbst betrifft, so lese ich hier durchaus eine Mahnung heraus. Eine Mahnung, die Probleme anderer ernst zu nehmen, zu helfen und aufeinander zu achten. Sei es in der Familie, im Freundeskreis oder auch unter Kollegen. Mir hat das (Hör-)Buch gut gefallen.

 

 

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Höllental

 

 

Sharing – Willst du wirklich alles teilen? von Arno Strobel

Die Hörbücher von Arno Strobel habe ich in den letzten Monaten regelrecht verschlungen. Der neueste Thriller des Autors heißt Sharing und erschien Ende September diesen Jahres. “Sharing” – da habe ich zuerst an Soziale Medien gedacht. Allerdings geht es hierbei nicht darum, was man im Internet teilt, sondern um das Teilen von Gütern, wie etwa Autos (Car Sharring) oder Wohnungen. Das ist Martins und Bettinas Geschäft. Allerdings gibt es da jemanden, der das mit dem Teilen noch etwas genauer nimmt…

 

Bist du wirklich bereit, alles zu teilen?

 

“Teilen ist das neue Haben. Das ist deine Philosophie. So hast du dir deine Existenz aufgebaut und lebst sehr gut damit. Aber was, wenn jemand kommt, der eine ganz andere Idee vom Teilen hat? Der keine Grenzen kennt. Der dir keine Wahl lässt. Der dich zwingt. Den Menschen zu “teilen” der dir am nächsten steht. Auf eine Weise, die alle deine Vorstellungen übersteigt.

Klappentext

 

Auch hier eine Triggerwarnung: Neben dem für einen Thriller beinahe schon obligatorischen Mord werden hier auch Themen wie häusliche Gewalt und Vergewaltigung angesprochen.

 

Die Geschichte beginnt mit einer ziemlich üblen Szene, wie ich finde. Dafür wird man als Leser bzw. Hörer jedoch auch gleich mitgerissen. Man fiebert mit Martin, dem Protagonisten, mit und fragt sich, wie man selbst in der Situation reagieren würde. Seitens der Polizei kann Martin scheinbar nicht auf Hilfe hoffen und so versucht er selbst, herauszufinden, was vor sich geht und den Menschen zu retten, den er liebt.

 

Ja, die Geschichte ist teilweise ein wenig konstruiert. Aber ganz ehrlich, ich lese Thriller nicht, weil sie ach so realistisch sind. Ich will Spannung, ich will Action werden und ich will eine kurzweilige Geschichte, bei der ich nicht nach 5 Minuten weiß, wie sie endet. Und das hat Arno Strobel wieder einmal geschafft.

Das Hörbuch wird von Sascha Rotermund gesprochen. Ich schätze ihn als Sprecher sehr und auch hier hat er einen guten Job gemacht.

 

 

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Sharing – Willst du wirklich alles teilen?

 

 

Verbrechen von nebenan von Philipp Fleiter

Seit einer Weile höre ich ständig True Crime Podcasts. Beim Sport, bei der Hausarbeit, beim Schminken, beim Essen, bei Autofahrten… irgendjemand flüstert mir ständig irgendwelche Gruselgeschichten ins Ohr. Einer meiner liebsten Podcaster, Philipp Fleiter, hat nun ein Buch veröffentlich, welches denselben Namen trägt, wie sein Podcast: Verbrechen von nebenan.

 

Wenn der Mörder nur eine Tür weiter wohnt

 

“Geht es um Mord, Raub und Körperverletzung, denkt man sofort an düstere Schweden-Thriller oder harte Gangster-Filme aus den USA. Doch für den Blick in menschliche Abgründe muss man weder weit reisen noch die Fantasie bemühen. In 15 echten Kriminalfällen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt Philipp Fleiter klug recherchiert und atemberaubend erzählt, wo das Verbrechen zu Hause ist: in der Nachbarschaft. Von kuriosen Betrügern bis zu brutalen Gewalttätern – in diesen realen Krimis werden die Nerven nicht geschont. Denn die härtesten Geschichten schreibt immer noch das Leben selbst.

Klappentext

 

In Verbrechen von nebenan erzählt Philipp von Verbrechen aus dem deutschsprachigen Raum – eben Verbrechen aus unserer Nachbarschaft. In seinem Buch stellt er 15 Fälle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. 5 davon hat er bereits in seinem Podcast behandelt, von den übrigen 10 hat er bisher noch nicht im Podcast berichtet. Manche der Fälle sind sehr bekannt, andere weniger. Dazu kommen Fotos, Karten und Interviews rund um die Fälle. Wer Philipps angenehme Stimme dabei vermisst, der kann das Buch auch als Hörbuch erwerben, welches er natürlich selbst eingesprochen hat.

 

Auch, wenn ich manche Fälle schon beinahe in- und auswendig kenne, sind dennoch ein paar Fälle dabei, die mir neu waren. Die bekannten Fälle habe ich teilweise übersprungen. Die Fälle sind in sich abgeschlossen und so ist es kein Problem, einen Fall an einem Abend zu lesen, das Buch ein paar Tage zur Seite zu legen und dann mit dem nächsten Fall zu beginnen. Das kommt mir aktuell sehr entgegen, da ich zur Zeit leider nicht so viel Zeit zum Lesen habe. Philipps Schreibstil gefällt mir und es ist interessant, ihn mal zu lesen statt, wie sonst, zu hören. Manche Fälle sind mir durch das Lesen aber auch tatsächlich etwas mehr unter die Haut gegangen als wenn ich sie, wie sonst, höre, während ich etwas anderes tue.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ist sicherlich eine spannende Ergänzung für alle True Crime Fans.

 

 

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Verbrechen von nebenan

 

 

Kinderbuch-Tipp:

Finsterbrook – Vier Freunde und ein Höllenhund von Peter Schwindt

Auch, wenn unsere Tochter bald schon 11 wird, lesen wir ihr dennoch jeden Abend etwas vor. Natürlich liest sie inzwischen auch selbst, aber es ist ein schönes Ritual, auf das sie noch nicht verzichten möchte. Das neueste Buch auf ihrem Nachttisch ist Finsterbrook – Vier Freunde und ein Höllenhund.

 

Eine geheimnisvolle Tür, ein singendes Hotel und ein mysteriöser Beagle

 

“Manche Erbschaften haben es in sich! Als Adrian und sein Vater ein Inselhotel erben, ahnen sie nicht, was ihnen Urgroßtante Käthe da hinterlassen hat. Die Villa Seelenfrieden ist ein Haus mit Persönlichkeit – und hütet ein ungeheures Geheimnis. Erst mit der Hilfe von drei Freunden und einem mysteriösen Beagle gelingt es Adrian, das Rätsel von Zimmer 13 zu lösen. Denn hinter der Tür wartet etwas auf sie, das ihrer aller Leben verändern wird …
Willkommen auf Finsterbrook – eine Insel voller Geheimnisse!

Klappentext

 

Eine entfernte Verwandte vererbt Adrians Vater ein altes Hotel irgendwo auf der kleinen Insel Finterstbrook. Viel zu viel Geld müsste man da reinstecken, meint Adrians Vater, und will das Erbe ablehnen. Als er sich jedoch mit den falschen Leuten anlegt, flüchten die beiden Hals über Kopf nach Finsterbrook. Nicht ahnend, in was für ein Abenteuer sie dort geraten.

 

Sowohl meiner Tochter als auch mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist klasse und auch für mich als Erwachsene unterhaltsam. Allerdings muss ich sagen, dass so manche Wörter und Anspielungen für jüngere Kinder vielleicht ein wenig zu schwierig zu verstehen sind. Offiziell ist das Buch für Kinder ab 11 gedacht. Die Geschichte rund um Finsterbrook, Adrian, seine Freunde und die Villa Seelenfrieden ist spannend, lustig und kurzweilig.

 

 

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Finsterbrook – Vier Freunde und ein Höllenhund

 

 

Was habt ihr in den letzten Wochen gelesen bzw. gehört?

 

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1 Kommentar

  1. Andrea
    8. November 2021 / 6:17

    Liebe Melanie, wieder spannende Literatur und die Kinderbücher klingen auch gut.

    Verbrechen von nebenan ist mittlerweile neben Zeit Verbrechen mein liebster Podcast, finde beide so kurzweilig und die Personen dahinter sehr sympathisch.

    Nachdem mir die Verfilmungen von Anne Holt’s Romanen so gut gefallen haben und schon lange 2 Doppelbände in meinem Regal schlummern, habe ich diese nun direkt beide rausgelegt und freue mich auf spannende Lesestunden.

    Komm’ gut durch die Woche!

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