(Hör-)Bücher im Mai
Fuchsmädchen, Todesglut, Französisch backen & Ein Fall für Sebastian Bergman 1-4

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Im Mai hat mich eine Buchreihe ganz besonders gefesselt. Ich bin mir eigentlich ganz sicher gewesen, dass sie mir von einer Leserin empfohlen wurde, aber leider finde ich den Kommentar nicht mehr. Solltest Du noch mitlesen: vielen Dank für den Tipp! Nach dem ersten Buch habe ich die folgenden drei auch gleich verschlungen (als Hörbücher) und freue mich auf die noch ausstehenden drei Bände. Aber es waren nicht die einzigen (Hör-)Bücher, die ich im Mai gehört bzw. gelesen habe. Außerdem habe ich mich ganz besonders über ein Backbuch einer Autorin gefreut, deren Blog ich schon eine Weile folge.

Vielen Dank an die den Rowohlt Verlag, den Südwest Verlag und den Hörverlag für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare.

 

Fuchsmädchen
von Maria Grund

Eisige Kälte herrscht an jenem Sonntag auf einer Insel vor der Küste Schwedens, als man die Leiche eines Mädchens in einem verlassenen Kalksteinbruch entdeckt. Das Verstörende an dem Fall: Die Tote hat eine unheimliche Fuchsmaske bei sich. Ermittlerin Eir Pedersen bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die Zusammenarbeit mit ihrer neuen Kollegin Sanna Berling einzulassen, obwohl die zwei unterschiedlichen Frauen sich erst einmal zusammenraufen müssen. Denn nur Tage später ist eine weitere Frau tot – und auch in ihrer Wohnung finden sich Hinweise auf eine Maske. Ein Serienmörder hinterlässt eine blutige Spur auf der Insel und muss gestoppt werden…


Klappentext

Fuchsmädchen ist in vielerlei Hinsicht eine düstere Geschichte. Nicht nur die Themen gehen nah – Kindesmisshandlung, Selbstmord und Rache – auch die Hauptfiguren haben mit verschiedenen Problemen und ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Die Art, wie Vera Teltz die Geschichte liest, unterstreicht die bedrückende Atmosphäre, ebenso wie die Tatsache, dass die Geschichte im Präsens geschrieben ist. Durch die Zeitform entsteht der Eindruck, mitten im Geschehen zu sein. Die Geschichte ist noch nicht passiert. Stattdessen ist der Leser bzw. die Leserin “live” dabei.

 

Ich persönlich bevorzuge Geschichten, die in der Vergangenheitsform geschrieben sind. Auf mich wirkt es sonst schnell so, als würde ich ein Drehbuch lesen. Auch die gedrückte Stimmung, die vermittelt wird, hat mich beim Hören der Geschichte ein wenig ausgebremst. Natürlich werden in dem Buch ernst Themen behandelt und selbstverständlich sollen die Hauptfiguren damit entsprechend umgehen, aber es kam mir beinahe so vor, als habe diese Stimmung der Geschichte ein wenig den Schwung genommen. Damit möchte ich nicht sagen, dass Fuchsmädchen ein schlechtes Buch ist. Mir persönlich war es aber einfach eine Spur zu dunkel. Zudem fehlte mir eine sympathische Hauptfigur, zu der ich einen Bezug aufbauen konnte. Dies gelang mir bei Sanna und Eir leider nicht.

 

 

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Fuchsmädchen von Maria Grund

 

Todesglut
von Cathrin Moeller

«Denkt wie die Mörder!» Das predigt der eigenwillige Kriminologe und Ex-Kommissar Zornik an der «Akademie des Verbrechens», die in einem Gutshaus auf Rügen untergebracht ist. In seinem Kurs lernen die Studierenden an echten, ungelösten Fällen. Dieses Semester: eine grausig verbrannte Leiche in der Stadtbibliothek von Bergen. Der Wettkampf beginnt: Wer ermittelt besser, Zornik oder die Neulinge? Doch aus dem Lehrplan wird gefährlicher Ernst. Als ihm ein brutaler Straftäter von früher das Messer an die Kehle setzt, weiß er: Sie kommen dem Täter oder der Täterin nah – zu nah. Nun muss er alles tun, um sein Leben und das der Studierenden zu retten. Denn das grausame Spiel auf Leben und Tod hat gerade erst begonnen.


Klappentext

Die Idee hinter der Geschichte hat mich gleich angesprochen, als ich den Klappentext las: ein Lehrer und seine Schüler und Schülerinnen, die einen alten Fall aufrollen und dabei selbst ins Fadenkreuz geraten. Da mehrere Menschen teilweise unabhängig voneinander in dem Fall ermitteln, entstehen einige lose Enden, die den Leser bzw. die Leserin dazu einladen, selbst zu spekulieren und die einzelnen Puzzleteile zusammenzufügen. Die Indizien und Verdachtsmomente verdichten sich nach und nach, die Handlung nimmt zum Ende hin zunehmend an Fahrt auf und endet in einem spannenden Finale.

 

Drei Dinge gibt es, über die ich etwas gestolpert bin. Zum einen sagt bzw. denkt der Protagonist ständig “Verdammte!”. Mein Mann spekulierte schon, dass die Autorin eigentlich “Verdammte Sch…!” schrieben wollte und ihr Lektor / ihre Lektorin das Schimpfwort schlicht gestrichen hat. Allerdings kommt das Sch-Wort an anderen Stellen im Buch durchaus vor. Aber gut, ist es eben eine nervige Eigenart von ihm. Der zweite Stolperstein ist die Tatsache, dass die ursprünglich ermittelnden Beamten in dem Fall dermaßen schlechte Arbeit geleistet haben. Wieso? Darauf wird nicht näher eingegangen. War der Ermittler wirklich so schlecht? Oder steckte doch mehr dahinter? Denn da gab es wirklich übertrieben große Versäumnisse. Punkt Drei ist die Auflösung des Falles. Ja, sie war spannend und unerwartet. Da will ich mich gar nicht beschweren. Aber sie war für mich nicht wirklich nachvollziehbar und lässt im Nachhinein andere Elemente / Figuren der Geschichte völlig überflüssig erscheinen.

 

Insgesamt konnte mich Todesglut trotz gut gezeichneter Charaktere, interessanter Grundidee und dem spannenden Ende nicht völlig überzeugen.

 

 

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Todesglut von Cathrin Moeller

 

Französisch backen: Meine Lieblingsrezepte
von Aurélie Bastian

Für typisch französisches Gebäck muss man acht Stunden in der Küche stehen? Nicht mit dem neuen Backbuch von Aurélie Bastian! Sie erklärt, wie man mit wenig Aufwand und nur wenigen Zutaten authentische und köstliche Klassiker zaubert. Brioche, Croissant und Baguette werden ebenso leicht verständlich erklärt wie Kuchen, Torten und Kleingebäck, zum Beispiel Madeleines und Frangipane (Marzipancreme). Außerdem gibt es ein Kapitel mit Tipps, Tricks und typischen Backproblemen wie “Warum fallen meine Windbeutel immer zusammen?” oder “Wie gelingt mir ein hauchdünner Crêpe?”. Fanzösisch backen war noch nie so einfach!


Klappentext

Nach einem missglückten Versuch, Croissants zu backen, gab mir ein alter Bekannter den Tipp, doch mal auf dem Blog von Aurélie Bastian vorbeizuschauen. Dort gibt es einige Rezepte rund um diese und andere französische Backwaren, inklusive Variationen, Tipps und ausführlichen, gut bebilderten Anleitungen. Ich schaue immer wieder gern dort oder auf ihrem Instagramkanal vorbei. Vielleicht kennt ihr Aurélie aber auch aus dem Fernsehen? Beim MDR findet ihr einige ihrer Rezepte, teilweise mit Video.

 

Das Backbuch Französisch Backen ist eines von bisher sechs Koch- und Backbüchern von Aurélie Bastian. Einige der Rezepte aus dem Buch findet ihr auch auf dem Blog, wie beispielsweise das Rezept für die Financiers, die ihr auf dem Titelbild dieses Artikels seht. Von Baguette und Brioche über Macarons und Mille-feuilles bis hin zu eindrucksvollen Torten ist alles dabei. Was ich bisher nachgebacken habe, hat wunderbar geklappt und sehr lecker geschmeckt. Dazu kommen jede Menge Tipps und Tricks, sehr schöne Bilder und ein paar persönliche Worte zu den Rezepten, zu denen Aurélie einen besonderen Bezug hat. Ich kann das Backbuch nur empfehlen. Wenn ihr euch selbst von den Rezepten überzeugen möchtet, schaut doch gern zunächst mal auf Aurélies Blog vorbei.

 

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Französisch backen von Aurélie Bastian

 

Ein Fall für Sebastian Bergman 1-4
von Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt

In einem Waldstück bei Västerås wird die Leiche eines Jungen entdeckt – brutal ermordet, mit herausgerissenem Herzen. Roger war Schüler eines Elitegymnasiums, ein sensibler Junge. Die Polizei vor Ort ist überfordert, und so reist Kommissar Höglund mit seinem Team aus Stockholm in die Provinz. Dort trifft er überraschend einen alten Bekannten: Sebastian Bergman, ein brillanter Kriminalpsychologe und berüchtigter Kotzbrocken. Er bietet Höglund seine Hilfe an. Das Team ist wenig begeistert, doch schon bald wird der hochintelligente Bergman unverzichtbar. Denn in Västerås gibt es mehr als eine zerstörte Seele …


Klappentext: Der Mann, der kein Mörder war

Sie Sebastian Bergman Reihe hat es mir wirklich sehr angetan. Das erste Buch habe ich gelesen, die folgenden drei auf Spotify gehört: 1 Der Mann, der kein Mörder war, 2 Die Frauen, die er kannte, 3 Die Toten, die niemand vermisst und 4 Das Mädchen, das verstummte. Drei Bücher habe ich nun noch vor mir und ich hoffe sehr, dass es weitere geben wird.

 

Sebastian, seines Zeichens Kriminalpsychologe, ist der Protagonist der Reihe. Er ist mal mehr, mal weniger Teil eines Teams der Reichsmordkommission, welches ihn die meiste Zeit mehr duldet als akzeptiert. Und das nicht ohne Grund: Sebastian hat ein Talent dafür, sich unbeliebt zu machen. Er ist egoistisch, manipulativ und rücksichtslos. Der Grund dafür liegt in seiner Vergangenheit – ein Thema, welches er am liebsten für sich behält. Der Rest des Teams steht zunächst weniger im Fokus. Die einzelnen Charaktere gewinnen jedoch im Laufe der Geschichte mehr und mehr an Tiefe. Jedes Buch endete bisher mit einem Cliffhanger, der zwar nichts mit dem jeweiligen Fall zu tun hatte, mich jedoch dazu trieb, sofort mit dem nächsten Buch zu beginnen. Was die Fälle selbst betrifft, so sind sie mal mehr, mal weniger ausgeklügelt, aber nie langweilig. Alles in allem kann ich die Buchreihe nur empfehlen und freue mich nun auf Band 5.

 

 

Das Hörbuch bei Amazon (Affiliate-Links):
Der Mann, der kein Mörder war von Hjorth & Rosenfeldt

 

Melanies Unterschrift1
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